Wie sich die Gender-SchattenArchetypen auf Liebesbeziehungen auswirken

Wie sich die SchattenArchetypen Verführerin/UnschuldsEngelchen und Casanova/Teddybär auf Liebesbeziehungen auswirken und warum Beliebigkeit in den meisten Beziehungen verletzlicher und verbindlicher Lust vorgezogen wird…


Ich möchte in diesem Artikel die SchattenArchetypen "Verführerin/UnschuldsEngelchen" und "Casanova/Teddybär" näher beleuchten und wie ich diese in meinen bisherigen LiebesBeziehungen erlebt und selbst verkörpert (Verführerin/UnschuldsEngelchen) habe. Der geheilte SeelenAusdruck/EssenzArchetyp dieser beiden weiblichen SchattenArchetypen, ist die Geliebte/Venus. Es gibt von jedem Archetypen immer zwei SchattenArchetyp-Versionen, einmal das strategisch-kompensatorische-einseitige Yin (im Falle der Geliebten/Venus: UnschuldsEngelchen) und zum anderen das strategisch-kompensatorische-einseitige Yang (Verführerin). Der EssenzArchetyp verkörpert auf gesunde Weise immer beides: Das Yin UND das Yang, in nicht-kompensatorischer, nicht-strategischer, verletzlicher Form. Der EssenzArcheTyp, der beiden SchattenArchetypen Casanova (strategisch-kompensatorisches-einseitiges Yang)/Teddybär (strategisch-kompensatorisches-einseitiges Yin), ist der "verbindliche heiße Lover". Es ist sogar so, dass beide Geschlechter alle Archetypen verteilt auf ihre jeweiligen IPs in sich tragen, also sowohl männliche als auch weibliche. Eine IP kann mehrere ArcheTypen verkörpern und es kann sich ein und derselbe Archetyp in mehreren IPs zeigen. Ich trage z.B. in einer männlichen IP in mir, den verbindlichen heißen Lover und den König und habe dadurch ein wenig einen Geschmack davon, wie es sich anfühlt, einem solchen zu begegnen.  Das bedeutet zusammengefasst, dass in geheilter Version jeder alle 13 weiblichen und alle 13 männlichen, also insgesamt 26 EssenzArchetypen in sich vereint. Das klingt für mich atemberaubend, aufregend und nach einem herausfordernden Weg  In meinem Artikel soll es um die hier genannten SchattenArchetypen gehen, die maßgeblich in meinen bisherigen Liebesbeziehungen eine Rolle spielten. Ich möchte darüber schreiben, wie sie entstanden sind, wie sie sich auf meine Beziehungen bisher ausgewirkt haben und wie sich der aktuelle Prozess der Heilung anfühlt um dann schlussendlich den EssenzArchetypen zu verkörpern.

Mit fortschreitender Heilung meines Gender-UnWertes als Frau, die sich in den letzten Wochen immer weiter vertieft hat, stelle ich fest, dass ich in meinen bisherigen LiebesBeziehungen meine Lust auf und mein Begehren für mein Gegenüber nicht wirklich verletzlich und echt gelebt bzw. gezeigt habe. Lust und der Wunsch nach Intimität wurden verzerrt und das auf verschiedenste Art und Weise. Lust gab es nur geschützt, hinter PanzerGlas. "Bitte nicht anfassen, nur gucken!" Entweder in Form eines UnschuldsEngelchens das gerettet werden wollte oder als reizvolle Verführerin, die sich nahm, worauf sie gerade Lust hatte. Kalt und unberührbar, berechnend und bisweilen auch rachsüchtig. Für mich fühlt es sich jetzt, mit meinem HerzBlick den ich heute darauf habe so an, dass diese unberührbare Lust die nicht echt und roh und verletzlich transagiert wurde, zur Beliebigkeit wurde. Mal hier ein wenig naschen, dann hier noch mal anfassen oder da ist ja auch noch ein Schmankerl, das ich mir nicht entgehen lassen sollte! Dieses ständig auf der Suche sein, nach anderen Männern/Frauen geifern, obwohl der/die Geliebte neben einem sitzt, dieses sich einfach nicht wirklich auf jemanden beziehen und verbindlich einlassen wollen/können, führt dazu, dass es in den meisten Beziehungen schal, leer, austauschbar und unberührbar bleibt. Man lasse sich nur mal den allzeit so gern zitierten Spruch auf der Zunge zergehen: "Appetit darf man sich holen, gegessen wird zuhause!" Lust wird "in service" ausgelebt, bleibt oberflächlich und seicht. Die meisten lassen sich nicht tief berühren, lassen es sich nichts kosten, sich auf jemanden einzulassen. Früher war die Ehe als solche die leichte Form, sich nicht einzulassen, die Unfähigkeit zu wirklicher HerzensIntimität ist ja kein Merkmal der Moderne; sie zeigt sich heute nur in anderen Formen, irgendwie sogar ehrlicher, da offensichtlicher. Heutzutage gibt es so viele "neue und moderne" Beziehungsformen, die es einem so einfach machen, unverletzlich und oberflächlich zu bleiben. Manch einer führt eine "offene Beziehung" in der jeder der Partner mit einem anderen Partner Intimität teilt, das wird dann stolz als Bereicherung für die Beziehung angesehen und als Anreiz genutzt, da man dadurch im Bett ja kreativer wird. Ähnlich absurd ist für mich "friends with benefits, kurz: Freundschaft Plus" genannt, da hat man ein paar "gute Freunde/Kumpels" mit denen man nach Lust und Laune ins Bett steigt, wie es einem beliebt. Manche sind ja auch "total offen und experimentierfreudig" und besuchen mit dem Partner einen Swingerclub oder praktizieren "Cuckold", indem der Mann einem anderen seine Ehefrau "ausleiht" und sich an dem "Fremdgehen" seiner Frau ergötzt, indem er zuschaut. Da ist keine wirkliche Tiefe, keine echte Berührbarkeit, keine wirklich bezogene Lust und keine gesunde Beziehungsfähigkeit für mich fühlbar. Es ist alles so beliebig und austauschbar, geplant, steril, kalt, eine "aufregende" Nummer mehr auf der Liste – der Nächste bitte! Es geht nicht um den Menschen dahinter. Es kostet die jeweiligen Menschen nichts, es ist reine Triebbefriedigung, FleischesLust, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, Rein-Raus-Tschüss. Ich frage mich, wo bei all dem das Herz bleibt, die verbindliche Liebe die man miteinander teilt, das monogame ZusammenSein, das für viele Menschen so unaushaltbar ist, weil sie sich mit zunehmender Tiefe vor dem anderen nicht mehr verstecken können. Eine Beziehung zu führen. mit dem/der Geliebten, sich voll und ganz sichtbar zu machen, alles aus sich herauszuholen und auf den Tisch zu legen, seine dunkelsten Schatten mit dem anderen zu teilen, ist alles andere als einfach und schön, aber es ist dafür ein herausfordernder Prozess, bei dem beide Partner reifen und miteinander wachsen können. Sich auf den einen Geliebten, die eine Geliebte zu beziehen, kostet so viel Mut. Zu sagen: "Hier bin ich und so bin ich und das bringe ich mit…" ohne sich zu verbiegen oder hinter einer antrainierten Fassade zu verstecken.

Als ich 2006 für einige Jahre in die Welt des BDSM eingetaucht bin und Gefallen daran fand, mich als Domina auszuprobieren (was sehr gut zu meinen damals noch unbewussten emotionalen Verwundungen passte, denn so konnte ich auch noch "genussvoll" meinen Männerhass ausleben, der in einigen weiblichen IPs in mir lebte), mich machtvoll und erotisch zu fühlen und meinen Wert daran maß, von submissiven Männern angehimmelt und "begehrt" zu werden, wusste ich noch nicht, dass all das auf meinem ungeheilten GenderUnWert beruhte und nichts anderes als die Suche nach Bestätigung für meinen GenderWert war. Nur sollte dies niemals wirklich nah und berührbar sein, da ich immer von einer schützenden Klarsichtfolie umgeben war, durch die man mich zwar sah, mich aber nie wirklich berühren oder haben durfte. Dafür war diese Rolle für mich perfekt, die unnahbare Domina, kalt und distanziert, ohne Herz und Emotion. Heute würde ich sagen, ich agierte nur isoliert aus dem zweiten (Passions)Chakra heraus, mein Herzchakra war völlig getrennt davon, abgeschnitten. Das ist übrigens unter diesen SchattenArchetypen weit verbreitet, dass sie nur aus dem zweiten Chakra heraus in Beziehung gehen, ohne Anbindung an ihr Herz. Denn sie müssen ihr Herz (aufgrund von emotionalen in der Kindheit oder früheren Leben entstandenen Verwundungen) schützen, daher wird es rausgehalten aus jedweder erotischen Beziehung. Und so kam es auch, dass sich mir im Kontakt zu Männern immer wieder ein bestimmtes Phänomen zeigte, nämlich dass es irgendwann zwischen dem Mann und mir schal und leer wurde, dass es mich zu langweilen begann, dass ich mich nie satt und erfüllt fühlte und dass ich hungrig zurückblieb und immer weiter nach dem nächsten Kick suchte. Der anfängliche Rausch und das Gefühl, nicht mehr ohne den "Geliebten" leben zu können (was selbstverständlich per se ungesund ist), wurde von Schalheit und Beliebigkeit abgelöst, es wurde stumpf, nichtssagend, langweilig, ja bisweilen sogar eklig, Intimität zu leben und zu teilen. Der absolute erotisch-feurige Overkill. Es war so schlimm, dass mich die meisten Männer, mit denen ich intim wurde, irgendwann begannen anzuwidern.

Die Frage nach dem "Warum" begleitete mich viele Jahre lang und ich begreife erst jetzt so allmählich durch meinen HD-Prozess, dass dies dadurch geschah, weil es immer nur unverbindlich und oberflächlich blieb, austauschbar, ohne Tiefe die mich etwas gekostet hätte, ohne Herz, ohne verletzliche und bezogene Liebe. Ich war bisher in keiner LiebesBeziehung in der Lage, meine Lust mit meinem Herzen anzureichern und sie dann zu meinem Partner zu bringen. Natürlich bleiben auch emotional reife und gesunde Beziehungen nicht immer so, wie sie beginnen, warum das so ist, folgt gleich. Wie also kann man das anfängliche LiebesFeuer dauerhaft am Brennen erhalten? Wie kann man diese Leidenschaft und erotische Anziehung immer weiter und neu entzünden? Warum wurde es immer wieder ab einem bestimmten Zeitpunkt so langweilig und einsam, dass ich mich immer wieder nach einem anderen Mann verzehrte, der mir das, was mir vermeintlich fehlte, geben könnte? Der Grund dafür ist, dass mich bisher kein Mann wirklich "haben" durfte, dass ich mich bisher keinem Mann verletzlich geschenkt habe, mich ganz hingegeben habe, einem Mann wirklich yinig begegnet bin, mich ihm geöffnet habe, mit Herz und Seele, als Frau, als SeelenWesen, mit Haut, Flügeln und Haaren, als Liebende und Venus. All die Jahre habe ich mich und mein Herz versteckt, hinter einer durchsichtigen Mauer, mit Reizen gelockt, mit dem Feuer gespielt, Männer manipuliert, ihnen meinen Körper angeboten und gleichzeitig mein Herz und meine Seele zur unantastbaren Zone erklärt.

Doch es liegen Welten dazwischen, mit dem Feuer zu spielen oder mitten im Feuer zu stehen und lichterloh zu brennen oder sogar zum Feuer zu werden. Es liegen Welten dazwischen, Sex und Intimität durch erlernte Strategien wie durch eine manipulierende und sterile Verführerin oder flehendem und rehaugenaufschlagendem Unschuldsengelchen zu bekommen und unberührbar zu bleiben oder aber sich als Liebende/Venus voll davon fluten zu lassen und sich vernichtbar zu machen, im Sinne davon, dass der andere mich so sehr haben darf, dass es mich vernichten könnte, wenn er geht und die Beziehung beendet. Und DAS ist es, was eine emotional reife LiebesBeziehung ausmacht: Man darf sich gegenseitig so sehr haben und sich pur und nackt und verletzlich begegnen, dass es einen vernichten könnte, wenn der andere geht. Doch nur so kann sich die Beziehung immer weiter vertiefen, man sich gegenseitig neu erfahren, sich das erotische HerzensFeuer neu entflammen, sich aus der SeelenMelodie zweier Seelen immer wieder ein neues Stück komponieren, sich die Lust aufeinander immer weiter und stärker vertiefen.

Erst wenn wir aufhören, uns hinter einem Schleier versteckend dem anderen anzubieten und ihm alles von uns vorzuenthalten, kann wirkliche, echte und verletzliche Nähe und HerzensIntimität entstehen. Und erst jetzt und hier fühle ich, dass ich mich selber all die Jahre nicht haben durfte, ich habe mich mir selber vorenthalten, mein Herz vor mir selber versteckt, mich über meinen Körper allein definiert, alles von mir verleugnet was mich als Frau und SeelenWesen ausmacht, all das was ich bin - als Spiegelfragment Schöpfers.

Mich konnte kein Mann haben, weil ich mich selber nicht haben durfte und das ist eine unendlich traurige und zugleich freudige Erkenntnis. Freudig deshalb, weil sie mir die Antwort darauf gibt, was ich all die Jahre bei all den Männern vergeblich gesucht habe: Mich! Sie sollten mir bestätigen, was ich als Frau wert bin und dass ich als Frau existiere. Ich beginne nun langsam, mich selber haben zu dürfen, mich nach mir selber zu sehnen, mich vom Leben zum Tanz aufzufordern zu lassen, mich berühren zu lassen, es zu wagen, vernichtet zu werden, wenn ich mich verschenke. Für mich wird dieses Thema zusätzlich durch den HingabePfad vertieft, den ich seit einigen Monaten im Kontext der ASD-Gruppe beschreite. Ich werde zu gegebener Zeit darüber einen gesonderten Artikel verfassen, da dies hier den Rahmen sprengen würde.

Jetzt und heute fühle ich, dass all das oben beschriebene in erster Linie auf meinem GenderUnwert beruhte, auf Angst vor echter Nähe und Intimität, die ich verletzlich und voll bewohnen muss, um sie wirklich teilen zu können. Und um das zu können, um mich wirklich dem anderen schenken und hingeben zu können, ist es immens wichtig, erstmal in mir zu heilen, WER und WIE ich als Frau überhaupt bin. Ich muss meinen Hunger nach Bestätigung heilen, der mich immer wieder zu Männern brachte, die mich aufgrund dieser Wunde magisch angezogen haben und von denen ich glaubte, dass sie mir diese Bestätigung geben würden. Das Tragische ist ja, dass sie mir teilweise wirklich Bestätigung schenkten, aber nur, weil sie selber ihren GenderHunger bisher nicht geheilt haben und mir entweder mit ihrer Verführer-CasanovaFront (die auf kompensatorischem Yang beruhende Ausprägung des SchattenArchetypen) begegneten und einen soghaften und (vermeintlich) sexy Charme versprühten und mir das Gefühl gaben, dass ich in ihren starken Armen die Antworten auf all meine Fragen finden würde. Ich las ihnen von den Lippen ab, was sie sich wünschten und glaubte, sie damit für ewig an mich zu binden. Ich wollte DIE eine Auserwählte sein und wusste nicht, dass ich Eine von Vielen war. Oder aber mir begegneten Männer, die die Kehrseite der Medaille des EssenzArcheTypen "der verbindliche heiße Lover" verkörperten, (nämlich die auf kompensatorischem Yin beruhende Ausprägung des SchattenArcheTypen), die TeddyBär-MutterSöhnchenFront, die sich dadurch Bestätigung suchten, indem sie IMMER Verständnis und ein offenes Ohr (ich hätte fast geschrieben, eine offene Hose…) hatten, mir immer wieder Honig um den Mund schmierten, weil sie instinktiv wussten, was eine Frau hören möchte, um sie dann ins Bett zu bekommen. Ich dachte damals immer, die meinen das ernst, was sie mir erzählten, doch in 90% aller Fälle war es "mich-in-meinem-FrauSein-bestätigen-in-service". Viele Männer "schleimen" sich damit zum Akt, indem sie der Frau erzählen, was sie hören möchte. Damit stillt er (scheinbar) für einen Moment den Hunger in ihr und macht sie gefügig und manchmal auch abhängig, weil man als Frau immer wieder bestätigt werden möchte. Und der Mann misst seine Männlichkeit daran, ob er sie "flachlegen kann" und sich in seinem ungeheilten GenderWert dadurch Bestätigung verschafft, "jede haben zu können", wenn er ihr nur oft genug erzählt, was sie hören möchte. Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich alle Männer dafür verurteile und dafür verantwortlich mache, dass meine Beziehungen so verlaufen sind, wie sie es sind, denn ich habe selber einen sehr großen Anteil an SelbstVerantwortung daran gehabt, ich habe sie gelockt und selber manipuliert, es agieren immer beide (unbewusst) mit ihren SchattenArcheTypen. Solange man seinen GenderUnWert nicht geheilt hat, ist man felsenfest davon überzeugt, dass eine Beziehung nur SO funktioniert, denn woher soll man es besser wissen oder kennen? Wenn sich zwei Menschen mit einem ungeheilten GenderUnWert begegnen, dann begegnen sich diese beiden in ihrer Unbewusstheit darüber, dass sie aus einem SchattenArchetyp heraus handeln und in Unschuld, denn es wurde ihnen von ihren Eltern auch nicht anders vorgelebt.

Und es ist doch tatsächlich so, dass das der traurige Standard in unserer Welt ist, dass sich Verführerinnen und/oder UnschuldsEngelchen mit Casanovas und/oder TeddyBären zusammentun. Ich habe mir diese Männer ausgesucht, weil ich meine Brillen (emotionale Verwundungen) auf der Nase hatte, durch die ich so verzerrt auf sie geschaut habe und alles Mögliche auf sie projiziert habe: Ungeheilter PapaHunger, ungestillte TeenagerSehnsucht, der Traum der Prinzessin die auf ihren Prinzen wartet, die hilflose und schwache Frau die sich in muskulöse Arme werfen und gerettet werden möchte, die "lustvolle" Verführerin, die sich nahm, wonach es sie dürstete. Heute weiß ich, dass ich kein Opfer bin und dass es nicht darum geht, alle Männer dafür zu verurteilen. Wenn ein Mann als Junge vom gegengeschlechtlichen ElternTeil (also der Mutter) nicht in seinem GenderWert bestätigt wird, bleibt er sein Leben lang hungrig im Herzen, beginnt sich irgendwann für Frauen zu interessieren und geht damit später als Mann in die Welt. Und weil er auch keine Männlichkeitsschablone durch seinen Vater bekommen hat, weiß er nicht, wie man als Mann "zu sein hat". Bekommt ein Junge diese Schablone und die Bestätigung seines GenderWertes nicht, dann eignet er sich Strategien an, mit denen er vermeintlich "erfolgreich" ist. Er definiert seinen Wert über die Anzahl der Frauen, die er beglücken durfte. Umgekehrt gilt das auch für Frauen. Es braucht ja für beide sowohl die Schablone als Vorbild als auch das gegengeschlechtliche ElternTeil, das den GenderWert auf gesunde, nicht missbräuchliche Art bestätigt. Ich hatte nie eine gesunde WeiblichkeitsSchablone, weder durch meine Mutter noch durch andere engere weibliche BezugsPersonen und ich wurde durch meinen Vater nicht gesund in meinem GenderWert bestätigt. Also habe ich mir mit dem was ich von meiner Mutter "vorgelebt" bekam, meine eigene Schablone zurechtgestrickt, und war der Meinung, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise als Frau zu sein habe. Ich gefalle, also bin ich. Ich tue alles für den Mann, also bin ich. Ich ziehe mich sexy an, also bin ich. Ich verführe, also bin ich. Ich unterwerfe mich dem Mann, also bin ich. Ich dominiere den Mann, also bin ich. Es ist ja oftmals so, dass man - wie in meinem im Fall, wenn keine gesunde WeiblichkeitsSchablone von der Mutter vorgelebt wird - entweder ähnlich wird, wie die Mutter es war oder rigoros das Gegenteil oder eine Mischung.

Und wo war die Frau, die ich bin? Wo war ich all die Jahre? Wo ist die Frau, die yinig anzieht, die gut duftet, die sich sehnt, die sich öffnet, ohne damit etwas zu machen oder es weiter zu forcieren? Hier sei noch ergänzt, dass Verführerinnen sich ja per se "schön/aufreizend kleiden, gut duften und besonders weiblich sein wollen", nur ist die Motivation dahinter eine ganz andere, denn sie wollen damit ja etwas erreichen, locken, manipulieren, spielen. Eine Venus/Liebende ist einfach, sie duftet gut, sie strahlt ihre verletzliche Schönheit aus, sie zieht an, sie kleidet sich im Einklang mit ihrem SeelenAusdruck, sie folgt ihrem Herzen. Ja, ich würde sagen: Eine Venus ist leise schön, sie ist still anziehend, sie lockt nicht. Ein emotional gesunder Mann, der verbindliche heiße Lover, würde eine Venus unter all den Verführerinnen erkennen und er würde sich niemals auf eine Verführerin einlassen. Er reichert seine Lust in seinem Herzen mit Liebe an und bringt sie zu seiner Frau. Gibt es etwas Erotischeres als wenn man hinter der Lust seines Geliebten/seiner Geliebten seine/ihre Liebe und sein/ihr Herz fühlt? Wenn die Lust im Herzen mit Liebe angereichert und darin eingebettet transagiert wird? Das ist HolyHotness. ♥

Was ich mir aus tiefstem Herzen wünsche und mir ersehne? Ich möchte eine Venus sein, eine leise schöne und still anziehende Venus. Ich habe mir all meine Strategien bewusst machen können, sie gefühlt, betrauert und ich möchte das nicht mehr sein. Es reicht! Und ich wünsche mir für meine aktuelle LiebesBeziehung, dass diese nicht so endet, wie alle anderen davor.

Jetzt aktuell fühlt es sich in mir so an, als wäre ich in einer Art GenderWert-ZwischenZustand: Mein GenderUnwert ist noch nicht vollständig geheilt und die alten Muster noch nicht komplett dekonstruiert und neu in mir herz-eingewebt und verankert und gleichzeitig bekomme ich einen leisen Geschmack davon, wer und wie ich als Frau sein könnte. So wie: Ich bin eine Frau, aber ich weiß noch nicht genau wie….und es fühlt sich gut so an, es fühlt sich echt und richtig an. Mir hilft für diesen Prozess die "HeiligFemininGruppe" so sehr und all die wunderbaren Frauen, die mit mir diese Gruppe teilen. Dort finde ich den Raum, mich als Frau neu zu entdecken und zu heilen. Und ich habe eine wundervolle, zauberhaft schöne und nach Liebe riechende WeiblichkeitsSchablone in Form meiner spirituellen Lehrerin und SeelenBegleiterin gefunden, an der ich mich weiter orientieren möchte und neugierig entdecke, wie es sich anfühlt, eine Frau zu sein:

♥ ♥ ♥ Iona ♥ ♥ ♥


Dana Müller, Dezember 2017

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