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Sein-Stille-Hingabe jenseits des MatrixParadigmas "Ich habe ein Problem, also bin ich"

  • 1. Sept. 2019
  • 13 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Ausstieg aus dem "Ich habe ein Problem, also bin ich"-Paradigma:

Sein-Stille-Hingabe jenseits des MatrixKollektivs




Sein-Stille-Hingabe jenseits des MatrixParadigmas "Ich habe ein Problem, also bin ich"

Der Wunsch nach Stille und der Wille zur ProblemErzeugung

In vielen Menschen lebt tiefe Sehnsucht danach, einfach nur zu sein, loszulassen, zur Ruhe zu kommen, in Frieden zu leben, sich endlich wirklich zu entspannen, Freude zu fühlen...

Nur sehr wenige leben tatsächlich so bzw. erleben das tatsächlich so. Wenn es so einladend ist, still zu sein und von vielen so ersehnt wird, warum findet das dann nicht statt? Warum fällt es Menschen so schwer, Stille und Freude zu SEIN? Warum ist es für viele Menschen fast unvorstellbar, einmal einen Tag nicht zu sprechen? Warum lassen sich Menschen ständig von irgendetwas Äußerem oder Innerem einlullen und beschäftigt halten? Warum verstricken sich Menschen ständig in BeziehungsDramen und zwischenmenschliche Verwirrungen; ob in DirektKontakt oder via SocialMedia?

In einer chronischen Haltung von „Gleich geht’s los!!“ jagt jeder der Stille hinterher und dann kommt aber doch immer noch irgendwas dazwischen („Ich muss nur noch schnell..., dann... Morgen! Nächstes Jahr!!“) und der innere Lärm geht weiter.

NIE ist JETZT. – wieso?

Nun, wo es einen bewussten Willen zu Stille, Sein, Frieden und Ruhe gibt, muss es gleichzeitig, an einer anderen Stelle der Seele, einen unbewussten und machtvolleren Willen zum Gegenteil geben, denn sonst würdest du in und als Stille, Sein, Freude und Hingabe leben.

Dieser unbewusste UnruheWille lässt die alten Muster weiter ablaufen. Lässt dich ProblemSchleifen drehen und in Opfer/Täter-Dynamiken verharren. Lässt dich weiterhin Angst-basiert von Wille, Kontrolle, SicherheitsStreben aus leben, statt emotiv-basiert von Liebe, Vertrauen, Neugierde getragen. Viele solcher MachtSeiten halten auch an alten RacheImpulsen fest.

Es mag absurd klingen, aber es gibt eine kollektive „Ich habe ein Problem, also bin ich!“-Ausrichtung in unserer Gesellschaft. Man könnte auch sagen: „Ich habe ein Problem, also gehöre ich zum MatrixClub der Normalität!“ oder „Ich habe ein speziell schlimmes Problem und deshalb bin ich etwas Besonderes!“.

Das Missverständnis, dass die Welt sich zu ändern hat, damit du in Frieden leben kannst

Wenn du jetzt, in dieser Inkarnation, in der aktuellen ZeitEpoche, auf diesem Planeten emotional heilen und spirituell erwachen möchtest, ist es von großer Bedeutung, damit innerlich in Frieden zu kommen, dass die Welt ist, wie sie ist und dass viele Menschen auf einer emotional wenig gereiften und spirituell wenig bewussten Ebene leben und das für sie, dort wo sie aktuell auf ihrer SeelenReise sind, auch angemessen und stimmig so ist. Wir kommen also nicht drumherum, in uns selber etwas zu verändern, um mit den Menschen und Strukturen, so wie sie aktuell sind, in Frieden leben zu können, ohne uns davon als Opfer zu erleben oder dagegen ankämpfen zu wollen; die Welt missionieren oder retten zu wollen oder uns von ihr zurückziehen und uns vor ihr schützen zu wollen.

Es ist nicht mal grundsätzlich unbedingt nötig, irgendetwas in deinem Alltag zu verändern, damit sich dein Leben radikal verändert. Es geht vorrangig um deine Beziehung zu deinem Leben und Alltag.

Manchmal ist aber auch gerade ein Festhalten an altem Alltag (Job, Beziehung, Freundschaften, toxische familiäre Beziehungen, Hobbys, WohnOrt, bestimmte Routinen) Ausdruck dessen, einfach nicht wirklich etwas verändern zu wollen. Viele Menschen bleiben wie innerlich eingefroren oder gelähmt in ihren vertraut unbefriedigenden oder sogar leidvollen KomfortZonen und beklagen sich von dort aus darüber, wie schrecklich ihr Leben und wie gemein die Welt ist.

Desillusionierung ist dabei eine der effektivsten Drogen jener SchattenSeiten in unserer Seele, die wollen, dass es genau so bleibt: „Heilung? Pah, nicht für mich, was für ein Blödsinn! Erleuchtung ist eh nur ein Mythos! Mich hingeben? Ich bin doch nicht bescheuert! Mich kriegt niemand! Stille? Warum sollte ich Stillheit werden und von dort aus leben? Die Welt ist derart laut und bedrohlich, da kann ich doch nicht stillhalten! Und überhaupt: Meine Probleme sind das einzige bisschen Abenteuer, das ich habe, ansonsten finde ich mich und mein Leben gähnend langweilig. Und außerdem: Wer bin ich denn noch, wenn ich keine Probleme mehr habe... und es stattdessen einfach.... still... ist? Was hab ich davon? Was krieg ich dafür?“

In einer solchen Haltung treffen sich unerlöste Themen aus dem Pfad der Heiligen Individualisierung, dem Pfad der Heiligen UrAbwesenheit und dem Pfad der Heiligen DurchGottung. Das ist für SchutzTeile einigermaßen beunruhigend. Deshalb halten sie auch so dringlich an ihren KernIdentifizierungen fest. KernThemen bestehen aus einer Mischung der strategischen SchattenVersion deines HauptEnneagrammPunkts dieser Inkarnation (BeingAspekt) und der strategischen SchattenVersionen deiner HauptArchetypenFixierung wie Verführerin oder Casanova, GraueMaus oder Ja-Sager, Krieger oder UnschuldsEngelchen, Amazone oder Patriarch... (GenderAspekt).

 

Wie dein KernThema aus dem SchattenLand sich in den Heiligen Pfaden zeigt

Die KernTraumaDynamik auf dem Pfad zur Heiligen Individualisierung ist es, die eigene Verletzlichkeit, EssenzGutheit und unser aus‑Liebe‑bestehen zu vermeiden, indem wir an alten UnwertDynamiken und strategisch‑neurotischen LebensThemen festhalten.

Wir bleiben im Land der Psychos & DramaQueens/Kings, spinnen mit, wo es nur geht — mit Zutaten wie MachtSpielchen, ManipulationsTricks, VerführungsTrallala, Kontrolle, Überlegenheit und Wahrheiten, die eher als Versteck dienen, als dass sie einer Klärung oder Vertiefung dienen. Eine Prise OpferIdentifizierung obendrauf — und fertig ist der ProblemKuchen.

Wenn alle Menschen ihre Macken haben, erscheint es fast logisch, nicht als Erster damit aufzuhören und ins Land der Lösungen zu wechseln. Neurotisch, verdreht, vernebelt, reaktiv — das ist vertraut. Im Land der Lösungen, des Friedens, der Unschuld und der Liebe hingegen ist es stiller. Du wärst dort nicht allein, aber aus Sicht der ProblemWelt vielleicht ein Freak, ein Alien, jemand, der „nicht mehr normal“ ist. Denn dein HerzensLicht würde ins DunkelLand der Probleme leuchten — und dort sichtbar machen, was viele nicht sehen wollen.

Sich in das EssenzLand zu bewegen ist selbstverständlich keine WillensEntscheidung. Du müsstest dich durch das Land des HerzOpfers und der echten KindheitsWunden hindurchfühlen, um authentisch, verletzlich und in SeelenStärke die/der zu sein, die/der du bist.

 

Mit Themen identifiziert zu bleiben, die du ggf. seit der SteinZeit kennst, welche also tief in deinem SeelenGedächtnis selbst jenseits des minds in dir gespeichert sind, „hilft“ im Kontext des Pfads zur Heiligen UrAbwesenheit insofern, dass wir Menschen dazu neigen, uns darüber als Individuum zu erleben, das wir mit unseren Themen/Problem identifiziert sind: MEIN Problem, MEIN Theme, MEIN Leinen: ICH ICH ICH. Ein Ich, das sich über Denken, Erinnern, Schlussfolgern, Leisten oder Versagen definiert — die mind‑basierte IchVersion.

Frage 1: Wie wenig Du muss da sein, wenn du ständig ICH sagen musst, um sicherzugehen, dass es dich gibt?

Frage 2: Was, wenn du deine Probleme nicht mehr hast? Fällt dann das Du weg, das meinte, sie wären seine? Hast du Angst vor der Leere, dem NichtWissen, der Dunkelheit, dem Raum, der entsteht, wenn die alten Muster wegfallen?

Viele spirituelle Lehrer verschweigen, dass der erste Schritt in die Stille alles andere als angenehm ist. Er hat nichts mit Ekstase oder Glückseligkeit oder tiefer Gelassenheit zu tun. Wenn du die Ablenkungen weglässt und einfach still bist, triffst du zuerst auf Unbehagen, Unruhe, Kargheit, Scham, inneren Terror, FluchtImpulse, Dunkelheit, Aggressionen, Gier, Neid… mit anderen Worten: auf jede Menge Lärm.

All die KriegsSchauplätze, die du auf das Außen projiziert hast, liegen in Wahrheit in dir. Setz dich drei Wochen allein auf einen Berg — der Krieg geht weiter. Er hat nichts mit deinem Alltag zu tun, nichts mit Partnern, Freunden, Kollegen oder Familie.

Der Lärm und der Krieg sind in dir. Und darauf beruht deine reaktive Beziehung zu den realen Konflikten der Welt. Nicht die Welt muss sich ändern — sondern deine Beziehung zu ihr, indem du deinen inneren Krieg heilst.

Also: Was betäubst du mit Smartphone, Fernsehen, Radio, Streit, Sorgen, GedankenKarussellen, Fürsorge, Pflichten, Essen, Sex, Sport, Kreativität, GeldNöten, Partys, Sprüchen und Gelächter? Wovor läufst du weg? Wovor fliehst du seit Jahren — ohne entkommen zu können, weil es in dir lebt?

Stille beginnt, wenn Handlungen, Ablenkungen und Gedanken aufhören. Stille ist das, was bleibt, wenn der mind stillhält und erkennt, dass er deine Probleme nie lösen wird. In der Stillheit begegnest du dir selbst — mit Licht und Schatten, mit allem, was erlöst ist, und allem, was noch in Dunkelheit verharrt.

Viele fürchten diese Begegnung und sagen: „Das wäre zu schlimm, das halte ich nicht aus.“ Das ist ein Märchen der MachtSeiten, die nicht gesehen werden wollen. Sie wollen nicht erkennen, dass sie heute selbst die Verursacher deiner LebensRealität sind.

Natürlich gibt es eine KindheitsGeschichte mit realem Leid. Aber diese MachtSeiten stellen sich diesem Schmerz nicht — sie benutzen ihn, um die ProblemGeschichte weiterlaufen zu lassen. KindheitsTerror‑in‑service.

Was vermeidest du, statt es endlich zu fühlen und gut sein zu lassen? Schuld? Hass? Leere? TotHeit? Kargheit? Scham? Wertlosigkeit? Da musst du durch — sonst wird sich nichts ändern. Sonst wirst du nie erfahren, wer du bist, wenn du nicht die Person mit dem alten Problem bist.

Kannst du fühlen, von welchem Ort in mir ich so klar spreche? Von dort, wo es keinen Zweifel an deinem RealSein gibt. An deiner Gutheit. Daran, dass du aus Liebe bestehst und die SeelenStärke hast, dich dem zu stellen.

Ich vertraue dir. Ich mute dir dich selbst zu — mit allem, was dich ausmacht. Weil ich jenseits deiner Muster deine Essenz sehe.

Wie lange es dauert, weiß ich nicht. Vielleicht Jahre, Jahrzehnte, eine Inkarnation oder mehrere. Das spielt keine Rolle. Sicher ist: Du bist Liebe. Du bist gut. Du bist wert.

Und irgendwann wirst du das direkt erfahren.

Warum nicht jetzt beginnen?

 

StillHeit ist das, was allem Beweglichen und Impermanenten Raum gibt, zu sein.

Leere ist das, was Fülle erlaubt, zu sein.

Stille ist das, was allen Geräuschen erlaubt, zu sein.

Abwesenheit‑von‑allem (NonDualität) ist das, was allem‑was‑ist — samt StillHeit, Leere und Stille — erlaubt, zu sein.

Du bist all das. All das lebt in dir. Es ist ein NaturZustand deines Seins, dein Göttliches Erbe aus dem YinAspekt des GöttlichenWesens.

Jener innere Raum, an dem keine ich‑bezogenen Gedanken mehr auftauchen und kein lokales SelbstEmpfinden entsteht. Ein Raum, in dem alles erscheinen darf, was gefühlt werden möchte — nackt, unverstellt, ohne Geschichte, ohne Drama. Diese Stille wohnt allem Sein inne. Sie ist der permanente Aspekt der Existenz, während alles andere wächst, blüht, vergeht, stirbt und neu entsteht.

Gerade diese Wandelbarkeit, diese unkontrollierbare Vergänglichkeit, diese radikale Impermanenz lässt viele Menschen Angst davor haben, still zu werden.

Angst, etwas zu verpassen. Angst, sich aufzulösen oder zu verschwinden. Angst, unsichtbar zu werden, keine Spur zu hinterlassen. Angst, dem ständigen Sterben und Vergehen hilflos ausgeliefert zu sein, ohne das Leben mit Bedeutung füllen zu können.

Doch während alles in dir, an dir und um dich herum sich bewegt, verändert, altert, stirbt, geboren wird und vergeht — was ist es in dir, das ewig ist und sich niemals verändert?

Was ist dein essenzhaftester SeinsKern, der nicht stirbt? Wer bist du, wenn du all das nicht bist, was sich bewegt, wandelt, fühlt, denkt, kämpft, liebt, sich ärgert, versteht oder reflektiert? Wer bist du jenseits aller Ideen, Vorstellungen und Philosophien über dich selbst? Was an dir ist unzerstörbar? Woraus bestehst du in deinem zentrumslosen Kern? Was ist das Unhinterfragbare an dir?

 

Mit deinen KernProblemen identifiziert zu bleiben, hat auch einen Kontext auf dem Pfad der Heiligen DurchGottung. Auf dem Dharma dieses HingabePfads geht es darum, Kontrolle loszulassen und dich nackt mit dem zu zeigen, was du dir zutiefst wünschst: alles Gesunde in dir zu investieren und dich dem Ergebnis hinzugeben. Genau das löst bei vielen Menschen Widerstand aus. Hingabe wird oft verwechselt mit Kapitulation, Schwäche, Naivität, Unterwerfung oder Ausgeliefertsein. Kein Wunder, dass ungeheilte KindheitsWunden hier sofort anspringen und unerlöste MachtSeiten „Nie wieder!“ schreien.

Im HingabePfad stellt sich die Frage, wessen Wille eigentlich wirkt, wenn du entscheidest und manifestierst: deiner oder der des Schöpfers; des GöttlichenVaterAspekts? Wie gehören sie zusammen? Muss man kämpfen, sich durchsetzen, abgrenzen, um jemand zu sein? Oder sich klein machen, unsichtbar werden, bloß nicht auffallen, bloß keinen Fehler machen? Viele dieser Muster haben wir als Kinder erlebt und projizieren sie später auf unser GöttlichesElternWesen — besonders auf die YangVaterVersion.

Im menschlichen InteraktionsFeld gilt: Nur wer sich innerlich wertlos fühlt, gibt ungesunde Macht an andere ab. Natürlich kannst du Menschen, denen du vertraust, zeitweise Autorität geben: dem ZahnArzt, dem Frisör, dem PsychoTherapeuten, einem spirituellen Lehrer. Doch du bleibst die Person, die diese Autorität erteilt — und auch wieder entzieht. Du entscheidest, wem du Macht gibst und wem nicht. Je tiefer Wertlosigkeit heilt und SelbstLiebe ihren Platz einnimmt, desto weniger würdest du Macht an Menschen abgeben, die nicht mit Integrität, Kompetenz oder Caring führen.

Je wertloser wir uns fühlen und je mehr wir aus Angst statt aus Liebe handeln, desto schwerer fällt Hingabe. Hingabe im spirituellen Sinn bedeutet: dich dem Leben, dem Sein, dem Göttlichen anzuvertrauen — unabhängig davon, ob du gerade gesund oder krank bist, erfolgreich oder scheiternd, allein oder gehalten. Es bedeutet, mit dem zu sein, was real geschieht, ohne dagegen anzukämpfen, aber auch ohne dich zu ergeben wie eine leblose Puppe. Es bedeutet, präsent zu bleiben und mit dem‑was‑geschieht zu tanzen.

Wenn sich dieser Tanz ruppig anfühlt, als würde dir das Leben ständig auf die Füße treten, dann fühle das vollständig und frage dich: Wo gehe ich selbst so ruppig mit mir um? Welche innere Stelle zieht diese Härte an? Welche alten Erfahrungen spiegeln sich hier? Was zeigt mir das — und warum halte ich daran fest?

 

Hingabe bedeutet, dich dem Leben nackt und unverteidigt zu öffnen, während du Raum hältst für das, was du dir zutiefst wünschst. Wahre Hingabe ist immer an SelbstStärke gebunden — an das innere Wissen um deine Unvernichtbarkeit und Gutheit. Aus diesem Kern heraus kannst du dir Ohnmacht und Demut leisten. Du kannst sagen: „Du, Schöpfer und UltimativerVater, kannst mich voll haben. Ich bin ganz da.“

Aus dieser Haltung setzt du dich voll für deinen HeilungsProzess ein, für die gesündeste und wahrhaftigste Version von dir. Du bringst dich ebenso in deine Arbeit ein — unabhängig davon, ob sie deine Berufung ist — und durchblutest sie mit Präsenz. Du stehst voll dafür ein, deine eigentliche Berufung zu manifestieren. Und du gibst dich mit Herz, Seele und Körper einer LiebesBeziehung hin; bereit, dich nackt zu zeigen.

Hingabe bedeutet jedoch nicht kämpfen oder Aktivität um jeden Preis. Sie bedeutet auch, nach jedem bewohnten Wunsch Yin zu werden und die Antwort des Göttlichen, des Lebens reinzulassen: still werden, aufnehmen, lauschen, fühlen — ohne Vorsicht, ohne HabAcht, offen für jede Antwort. Vielleicht geschieht nichts. Vielleicht kommt ein Nein. Aus einem ungesunden Selbst heraus wäre das kaum auszuhalten: Krieg, Rückzug, Gekränktheit, RacheImpulse oder SelbstAbwertung würden sofort anspringen.

Aus SelbstLiebe, Neugierde und SelbstRespekt heraus kannst du jedoch Ohnmacht und Scheitern einfach fühlen — ohne Abwehr, ohne Verteidigung, ohne MachtKämpfe oder Strategien. Du kannst dich dem Ergebnis hingeben, es fühlen, samt Trauer, Sehnsucht, Ärger, Einsamkeit, Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit — samt allem, was in dir lebt.

Ebenso herausfordernd ist es, Gutheit, Liebe und Freude wirklich hereinzulassen. Wenn das Leben dich damit flutet, geraten die SchattenlandBewohner in Panik. Sie wollten es angeblich immer — und fühlen sich dann wie Vampire im Sonnenlicht, wenn die Liebe sie tatsächlich berührt.

Fühle in dich hinein, wie viel des tiefsten inneren Kampfes damit zu tun hat, Liebe, Fülle, Freude und Frieden überhaupt auszuhalten. Welche Seite in dir das nicht will — und warum.

Hingabe bedeutet nackte Verletzlichkeit dem Leben gegenüber. Wie sie sich zeigt, ist von Situation zu Situation verschieden. Verletzlichkeit heißt: offen sein, alles voll zu fühlen und mit dem Sein zu tanzen. Dich erst voll zu zeigen, alles zu geben, sichtbar zu werden — und dann still zu werden, offen, zurückgelehnt, bereit, die Antwort des Seins hereinzulassen. Bereit zu fühlen, was es dir antwortet. Zu vertrauen, dass das, was du bekommst, das ist, was du gerade brauchst — auch wenn du bewusst etwas anderes wolltest. Und daraus zu lernen, warum dein Bedürfnis und dein Wunsch nicht deckungsgleich waren.

Dieser Tanz mit dem Sein; diese CoGestaltung deines Lebens mit Schöpfer, dem UltimativenVaterAspekt des Göttlichen ist unmöglich, solange du mit deinen KernIdentifizierungen verschmolzen bist. Zu dem Maß, wie deine KernThemen dich besitzen, kann Schöpfer dich nicht haben — und du IHN nicht. Deine KernThemen werden dann zu einem falschen Gott: einer ungesunden MachtBeziehung, die die gesunde LiebesBeziehung mit dem Göttlichen überlagert.

Wenn du dich deinen KernThemen hingibst, verweigerst du dich dem Leben. Du verschmilzt mit ihnen, bist nicht mehr zu haben, kannst dich niemandem schenken — nicht dem Leben, nicht dem Sein, nicht dem Göttlichen, nicht deiner eigenen Essenz. Du bleibst mit Angst‑basierter Macht vermählt, statt mit Liebe zu tanzen. Du verweilst im vertrauten Gefängnis des Unwirklichen, statt dich in Freiheit auf das nackte Sein einzulassen.

Hier zeigt sich das tiefste, meist unbewusste SeelenNein der SchattenSeiten — verborgen in den hintersten Winkeln der HerzLandschaft. Zugang dazu zu bekommen und es bewusst zu fühlen, ist Gold wert. Nur was du bewusst fühlst, kann sich wandeln. Solange du das Dunkle verleugnest, mit Licht übertünchst oder mit GegenWillen bekämpfst, bleibt alles blockiert. Du musst das Nein anschauen, es fühlen, damit Heilung beginnen kann.

Dafür begegnest du diesem dunklen Wesen als SeelenSelbst — als inkarnierte Liebe. SeelenSelbst weiß: Wirkliche Liebe ist nicht rosa Flausch, sondern klar und kraftvoll. Du bist die gesunde Autorität, die dieser innere Anteil nie hatte. Ob das Trauma aus Kindheit oder früheren Leben stammt, es wurzelt immer in AutoritätsVerletzungen. Mit dir als SeelenSelbst kann dieser Anteil eine neue Erfahrung machen.

 

Sowohl Ja- als auch und NeinSager sind sich einig in LebensVerweigerung

Auf den ersten Blick mag es wirken, als bestünde die moderne Gesellschaft aus naiven Mitläufern und Ja‑Sagern. Doch das sind strategische Ja‑Sager: Sie wirken gutgläubig, doch hinter der FrontNaivität lebt ein großes Nein — verborgen hinter Bequemlichkeit, dazugehören wollen, Kritik vermeiden, gemocht werden, mitlaufen. Auch das kommt aus einem Nein.

Dann gibt es das scheinbar andere Lager: Die Kritischen, die alles hinterfragen, nur glauben, was beweisbar ist, auf Abstand bleiben, lästern, zweifeln, spotten, sich im vertrauten DesillusionierungsVersteck einrichten. Man nennt es gern „gesunde Skepsis“, doch oft ist es Angst, Paranoia, Misstrauen. Immer ein Haken, immer ein Vorbehalt, immer ein Nein. Schon das Wetter am Morgen ist falsch, die JahresZeit, das Frühstück, der Partner, die Kinder, die Arbeit — alles Anlass für ein inneres Dagegen.

Und dann gibt es jene, die sich aus allem heraushalten: Die das Leben, Beziehungen, Kinder, Arbeit an sich vorbeiziehen lassen. Ausklinken, betäuben, verschwinden — Zigarette, Bier, Wein, Fernsehen, Smartphone, Bücher, spirituelles Abtauchen, Meditation als Flucht. Unsichtbar werden, auf Durchzug schalten, nicht vorkommen im eigenen Leben. Ein Geist sein, während man einen Körper hat. So bleibt man innerlich tot, während man lebt.

Ob strategisches Ja, offener Widerstand oder Rückzug — all das sagt im Kern dasselbe: „Ich mach nicht mit.“ LebensVerweigerung. Das, was das Sein dir jetzt anbietet, willst du nicht.

Das ist das innere Schlachtfeld. Durch das chronische Nicht‑Einverstanden‑Sein mit dem, was ist und durch die Weigerung, das Sein hereinzulassen, bleibt der Krieg mit dem Sein und die Verweigerung dem Göttlichen gegenüber erhalten.

Dieses VerweigerungsNein kann aus ungesundem Yang kommen, das gegenhält, oder aus ungesundem Yin, das so abwesend ist, dass es nicht mehr fühlt, was das Leben in dir berührt.

Gesundes Yang geht mit Vertrauen und Kraft ins Leben, zeigt sich voll in Individualität, Verletzlichkeit, Stärke und SeelenGaben. Gesundes Yin lässt das Leben vollständig herein, ohne Widerstand, während es tief fühlt, wie das Leben an dieser Stelle schmeckt — im Guten wie im Schwierigen. Es ist offen und weich.

Jedes VerweigerungsNein basiert auf Angst und Angst‑kompensierender Macht. Ein gesundes Ja entspringt Liebe, Vertrauen, Mut und Hingabe. Damit ist kein inhaltliches Ja‑und‑Amen gemeint, sondern eine GrundHaltung in Herz und Seele.

Im Alltag kann das bedeuten, eine Situation voll hereinzulassen — und danach die Konsequenz zu ziehen. Vielleicht beendest du eine LiebesBeziehung, weil du nach tiefem Fühlen erkennst, wie tot euch die alte Dynamik macht. Dann sagst du aus einem lebendigen inneren Ja heraus ein inhaltliches Nein: Nein zu Angst, Gewohnheit, Enge und SicherheitsGründen. Nein zu einer Beziehung, die nicht aus Liebe, Neugierde, Freiheit und Freude lebt.

Ein Ja zum Leben kann sich also sehr wohl durch ein inhaltliches Nein ausdrücken — in Beziehung, Job, Freundschaften oder LebensFormen.

Ein Nein im Sinne von Lebens‑ und HingabeVerweigerung bedeutet immer Widerstand: eine Grenze zwischen dir und der Welt, dir und dem Sein, dir und dem Göttlichen. Es bildet eine SeelenKapsel — einen isolierten Raum, in dem sich ein Teil von dir verschanzt, kämpft und autark bleibt. So kommen du und das Sein nicht nackt zusammen, obwohl ihr als Liebende gedacht seid, die sich vorbehaltlos und pur begegnen.

Ein Ja bedeutet Offenheit, Reinlassen, Hingeben, Zulassen — ein umfassendes EinverstandenSein. Im Ja wird alles einfach. Still. Schlicht. Nicht immer leicht, aber schlicht. Drama hört auf. Abenteuer bleiben, doch sie geschehen nun auf dem Boden der Liebe, in den Armen des Vertrauens, in der Wonne der Hingabe. Sie kommen und gehen, während du ewiglich Liebe und Stille bist.

Wachheit. Präsenz. Weisheit jenseits des Denkens. HerzWissen. Wahrnehmung. Sich einlassen. Sich berühren lassen.

Jeder Moment wird kostbar und heilig. Du nennst die Dinge nicht mehr gut oder schlecht — du nennst sie Leben. Sein. Erfahrung. Liebe.

 

 

 

 




Iona von der Werth, November 2017 - aktualisiert Feb2026

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