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Lernen, beweisen, zweifeln, fühlen, wissen, verkörpern, Sein?

  • 30. Aug. 2019
  • 13 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Stunden



Ich habe einen denkenden Körper, also bin ich

Wir leben in einer kollektiven KulturMatrix, die weitestgehend davon ausgeht, dass unsere Existenz dadurch bewiesen ist, dass wir einen bio-chemisch-nerval-hormonell-funktionierenden Körper haben, der auf dieser Basis sekundär denkt und fühlt. Folglich gilt in dieser KulturMatrix, dass etwas als bewiesen angesehen werden kann, was man entweder naturwissenschaftlich nachweisen kann oder was den Regeln und Gesetzen der VerstandesLogik folgt.

Dieses WeltBild ist ein enormer Fortschritt aus den abergläubischen Dark Ages des Mittelalters heraus! Gleichzeitig staune ich immer wieder darüber, wie lange sich dieses Paradigma hält — obwohl unser MentalKörper nicht einmal erfassen kann, wie begrenzt seine Wahrnehmung der Realität ist. 

Die Sinne unseres physischen Körpers sind umso beschränkter darin, das volle Spektrum an „Sinnlichem“ zu erfassen; wie viele Töne, Farben, Frequenzen und Schwingungen entgehen deinen physischen Sinnen allein nur deshalb, weil dein ErrathKörper (dein irdisches SeelenVehikel) mit seinen errathischen (irdischen) Frequenzen nicht darauf eingestellt ist, sie aufzunehmen?

Heißt das, dass all das nicht existiert? Nein. Es bedeutet lediglich, dass unser Körper nicht dafür gebaut ist, alles wahrzunehmen, was ist.

Heißt das, mit deinem Körper ist irgendetwas falsch? Selbstverständlich auch nicht. Es heißt nur, dass er nicht die gesamte Realität wahrzunehmen vermag. Er ist auf errathische Frequenzen und Wellenlängen eingestellt. Und nicht einmal davon kann er alle wahrnehmen. Aber alle, die uns im irdischen sinnvoll erscheinen, wahrnehmen zu können. Unsere irdischen Körper sind perfekt geeignet für Inkarnationen, wie wir sie auf Gaia wünschen. Alle anderen Dimensionen jenseits des Irdischen sind unserem Körper unzugänglich.

 

Lernen versus Verkörpern

Dein MentalKörper ist liebevoll darauf ausgerichtet, innerhalb von Logik und Struktur zu navigieren. Darin ist er brillant. Und doch existiert so viel jenseits dieser Raster. Feinstofflichere (stromaufwärtsgelegene) Realitäten, SeelenFrequenzen, Emotionen liegen außerhalb seines KompetenzSpektrums.

Was bedeutet das für unser Lernen, unsere Kompetenz und unser bisheriges sogenanntes fundiertes Wissen? Ganz einfach: Es ist hilfreich — und zugleich begrenzt.

Wenn wir in einem WeltBild leben würden, was die Sinnvolligkeit des Verstandes dankbar anerkennt und gleichzeitig würdigt, was er alles nicht vermag, hätten wir bedeutend mehr Raum für unsere anderen SeelenBereiche. So aber sind wir bis heute weitestgehend darauf konditioniert, alles verstehen zu müssen. Beweise zu brauchen, um „an etwas zu glauben“. Zu beweisen, dass wir verstehen. Zu beweisen, dass was wir für wahr halten, auch wirklich, ganz echt existiert.

Wenn man das bis in dir Tiefe verfolgt, kommt die Frage auf, ob es darum gehen könnte, zu beweisen, dass wir selbst real sind. Diese Frage wird unser MetalKörper jedoch niemals beantworten können.

Die andere Seite der Medaille der paradigmatischen Vorherrschaft des Verstandes ist, dass viele Menschen, die spirituell-intuitive Einsichten, Erfahrungen oder veränderte Sitze des Seins haben, sich von der Verstandesgesellschaft als verrückt, neben der Spur, weltfremd und ähnliches abgestempelt fühlen und dann kompensatorisch-verteidigende Überheblichkeit entwickeln können: Gerade Menschen, die relativ jung spirituell erwachen, sind häufig mit der Herausforderung konfrontiert, dass sich ihr frühes spirituelles Wissen in eine subtile Überhöhung — ein Gefühl, „mehr zu wissen“ als andere, verwandelt. Dann wird Wissen zu einem Schutzschild, statt zu einer Verkörperung.

Nur leider ist es in diesen Fällen zu allermeist ein Wissen anstelle eines Seins und Verkörperns. Anstelle von emotionaler Reife. In Abwesenheit von direkter Lebbarkeit und Transagierbarkeit von Mensch zu Mensch, ganz unabhängig von äußeren Umständen.

Geistige Toleranz und Oneness als AusweichManöver vor der AngstScham davor, wirklich zu individualisieren

Wenn wir anfangen, uns über dieses Verstandes-basierte Wissen mit anderen auszutauschen, stranden wir damit, dass es um Meinungen und Ansichten geht, denen man zustimmen kann oder auch nicht. Da legen wir heute in vielen Kreisen sehr viel wert drauf, dass man sehr tolerant anderen Meinungen und Ansichten gegenüber ist.

Jeder hat so seine Meinungen und Wahrheiten, aber kaum jemand scheint diese Wahrheit wirklich zu sein. Es bleiben polare oder sich ähnelnde GedankenFormen, die sich begegnen, aber selten wirklich berühren. Keine verkörperten HerzensWahrheiten. Keine innere eigene Realität.

Eher Überzeugungen und Überlegungen. Theorien und Philosophien. Vielleicht sogar Intuitionen und Einsichten. Aber selten wirklich gelebte SeelenRealität.

In Abwesenheit dieser suchen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Land der Meinungen und InhaltsPositionen. Wir versuchen, unsere Ängste und unser UnwertEmpfinden, unsere Zweifel und unsere Scham bezüglich unserer Heiligen Individualisierung auf ein SchlachtFeld weit stromabwärts dessen, wo es eigentlich existiert, zu verlagern.

Bei Gemeinsamkeiten und Unterschieden geht es letztendlich um die IndividualitätsFrage, oder nicht? Die Wahrheit ist: Du bist einmalig, einzigartig, niemand anderes ist so wie du. Andere können ähnliche Meinungen und Probleme haben wir du und das mag stromabwärts des eigentlichen Problems irgendwie tröstlich sein, aber es umgeht den Kern: Du bist ein Individuum. Das zeigt sich nicht auf Meinungs- oder VerhaltensEbene, auf denen man sich fast bis zur Unerkenntlichkeit anpassen und verknoten kann, sondern im sein. Dein SeelenWesen, wenn du wirklich nackt und strategie-frei bist, ist einzigartig.

Natürlich entspringen wir alle derselben GöttlichenQuelle und das verbindet uns, lässt uns in einer Ebene eins sein; SeelenGeschwister. Doch diese Verbindung ersetzt nicht die heilige Aufgabe, uns als Individuum zu verkörpern. In InDivinality würden wir sogar sagen: SeelenOneness berührt den Pfad der Heiligen DurchSeelung und da haben wir mit ganz eigenen inneren Ängsten und Nöten zu tun. Doch in Oneness auszuweichen und sie zu nutzen, um uns der Verletzlichkeit der Individualisierung zu entziehen, ist eine Version von spiritual Bypassing.

Die Meinungs- oder VerhaltensEbene liegt stromabwärts der Heiligen Individualisierung, Oneness-AllEinHeit-Christus-Bewusstsein liegt stromaufwärts der Heiligen Individualisierung.

Was geschieht in dir, wenn du aufhörst, dich zu verstehen, zu tracken und zu analysieren? Wenn du dich stattdessen fühlst und dich in dir niederlässt? Mit dem, was du fühlst, verweilst? Ohne etwas damit zu machen. Ohne es verstehen und in irgendeine Box einordnen zu wollen. Im Herzen darauf vertrauend, dass alles, was du fühlst, etwas Gutes sein muss, weil du aus Liebe, Unschuld und Gutheit bestehst!

Dann wird es weitestgehend egal, was du gerade fühlst und warum. Dann kannst du das Einsortieren und Kontexten auf später verschieben. Ganz sicher vertagt sich jeglicher HandlungsBedarf. Du kannst mit dir sein und verweilen.

Dann kannst du auch mit anderen sein und verweilen, statt entweder energetisch (Oneness) mit ihnen zu verschmelzen oder gegen sie zu kämpfen, weil sie entweder deiner Meinung sind oder andere Ansichten haben. Wenn es um individuelle HerzensWahrheiten geht, erübrigt sich jede „offene GeistesHaltung“ und „Toleranz im Sinne von MeinungsFreiheit“.

Dann fühlst du nämlich direkt und konzeptfrei, dass alles, was dein Gegenüber fühlt, genauso kostbar und fühlenswert ist, wie alles, was du fühlst. All seine verdrehten Ansichten und Meinungen und seine daraus resultierenden schrägen Handlungen und VerhaltensWeisen liegen dann wahrnehmbar stromabwärts dessen, was und wer derjenige ist und was ihn/sie im tiefsten Emotionalen seines/ihres heiligen SelbstSeins antreibt. Die tieferliegende (ihm/ihr zumeist vollständig unbewusste) Motivation des Herzens wird in deinem Fokus bedeutend wichtiger als was er oder sie denkt, meint oder tut, je mehr du dich selber als das erlebst, was du bist, statt als das, was du denkst, meinst und tust.

 

BeweisNotwendigkeit und Zweifel entspringen oft einer tieferen Angst und Verlorenheit

Meine Wahrheit ist, dass es seit Ende 2012 mit dem Aufsteigen des GöttlichFeminen immer deutlicher darum geht, wer wir sind — und immer weniger darum, was wir denken, tun oder erreichen.

Dementsprechend geht es auch immer weniger darum, zu lehren, was wir wissen, sondern zu verkörpern, wer und was wir sind. Unsere Meinungen, Einsichten und unser Intellekt rücken in den Hintergrund; unser SeeleSein ins MenschSein zu bringen und mit unserem gesundenden Herzen und unser emotiven LiebesEssenz zu führen, rücken in den Fokus.

Ich schreibe das nicht leichtfertig. Gerade als Frau in der Domäne von emotional basierter Spiritualität habe ich inzwischen über zwei Dekaden Erfahrung darin, wie herausfordernd es sein kann, in einer wissenschafts-, beweis- und mentalkörper-basierten Welt etwas vermitteln zu wollen, was wissenschaftlich nicht beweisbar, sondern lediglich sei-bar und verkörperbar ist.

Natürlich resultieren daraus sekundär inhaltliche Positionen (dieses Buch und meine Homepage sind voll davon :)) zu verschiedensten Aspekten des Seins, des Universums, des Lebens, der Welt und des Göttlichen, über die man auch sprechen kann; die man lehren kann. Aber das Primäre ist nicht das, worüber wir sprechen, sondern von wo aus in uns selbst wir darüber sprechen und es vermitteln. Die Frage ist, ob wir sind und verkörpern und leben, was wir lehren und worüber wir reden. Ob wir darin berührbar und verletzlich sind. Anfassbar. Greifbar. Herz-offen. Spür- und fühlbar.

Unsere Welt legt jedoch bisher viel mehr Wert darauf, dass alles mental nachvollziehbar, verständlich, beweisbar und logisch ist, als dass es fühl- und direkt erfahrbar ist. Das sind die Spuren von über 3000 Jahren patriarchaler Prägung und einer überwiegend mental‑willens‑basierten Herangehensweise an Physis und MetaPhysis — in Männern wie in Frauen.

Zuvor, in Matriarchaten, hatten wir eine eher intuitiv-willens-basierte HerangehensWeise. Kein Wunder, dass Männer sich dagegen aufzulehnen begannen, denn eine auf Willen basierte Kultur der Intuition öffnet leicht die Tür zu unreifen Formen von Willkür.

Ich finde die Frage sehr bedeutsam, warum wir in allen bisherigen ZeitAltern so viel Willen brauch(t)en; unabhängig von Patriarchat oder Matriarchat. Mentale BeweisNotwendigkeit, zwangshafte Vernunfts-Anwendung und Zweifel an „Unsichtbarem“ haben dieselbe Quelle wie willensbasierte Intuition, die anderen mit Macht und am Besten noch im Namen einer Göttin übergestülpt wird - all das entspringt letztlich derselben Quelle: Angst.

Zum einen Angst davor, mit der eigenen gefühlten Wahrheit sichtbar und verletzlich zu sein. Mit einer Wahrheit, die unsichtbar ist, weil sie einzig in dir existiert. Mit einer Wahrheit, die du niemals wirst beweisen können. Wie solltest du jemals beweisen können, dass du und deine Wahrheit wertvoll und real sind?

Zum anderen Angst davor, Realität selber nicht im Hinblick auf „wahr oder unwahr“, „real oder realer“ überprüfen zu können, solange du selber keinen HerzensZugang zu dem hast, was für dich real ist. Solange du dich und die Welt und das Göttliche nicht direkt und nackt erleben und fühlen kannst, bist du auf Meinungen, Philosophien, Vernunft und inhaltliche Positionen angewiesen, weil dein Herz sie bislang nicht verifizieren oder widerlegen kann. Das macht sowohl Angst als auch das Gefühl von Verlorenheit zwischen so vielen ähnlichen und verschiedenen inhaltlichen Positionen, von denen du nicht selber Herz-orten kannst, ob sie für dich wahr oder falsch sind, solange du es nicht fühlst. Und diese HerzOrtung ist kein Synonym für Intuition: auch Intuition kann auf Basis unserer Verwundungen auf verzerrten Linsen basieren.

Wie wäre es, wenn wir eine HerangehensWeise wählen, die anerkennt, dass Menschen in ihrem Kern emotionale SeelenWesen sind? Einer HerangehensWeise, die auf individuellen HerzensWahrheiten stromaufwärts von Willen, Ansichten und Meinungen jeden einzelnen Moment der Existenz beginnt? Einer HerangehensWeise, die es jedem ermöglicht, selber und letztendlich ohne Vermittler, ohne äußige Autoritäten, direkt erlebbaren Zugang zur eigenen Essenz und zum Göttlichen zu haben und zu verkörpern, weil es jeder selber fühlen kann? Einer HerangehensWeise, die darauf basiert, dass jedes Individuum sich in jedem Moment in SelbstLiebe und SelbstRespekt fragt: Ist das, was ich hier gerade erfahre und erlebe, fühle und will, ein Ausdruck meines SeelenSelbst, der auf Liebe, Wahrheit und Verletzlichkeit beruhrt oder beruhrt das, was ich fühle und will auf Angst, Unwert, Abwehr und dem Willen, das irgendetwas anders sein muss?

 

Dein MentalKörper ist immens hilfreich in Bezug auf den Umgang mit Realität, aber ungeeignet dafür, Realität zu verifizieren

Was, wenn wir überhaupt nichts von dem beweisen müssten, was wir erleben, erfahren und fühlen? Was, wenn es ExistenzBeweis genug wäre, dass du fühlst, was du fühlst? Du fühlst es, also existiert es. Du fühlst es, also existierst du! Du musst es nicht erst verstehen und erklären, damit es real wird.

Es kann im inneren Prozess enorm helfen, für das, was du fühlst, einen Kontext zu haben. Ich persönlich bin meinem MentalKörper enorm dankbar dafür, wie er immer wieder durch übergeordnetes Verständnis davon, was gerade geschieht und warum es geschieht, Raum für meine Emotional- & SpiritualKörperProzesse hält. Mein MentalKörper hat dabei eine demütig-liebende Haltung den stromaufwärtsgelegenen SeelenKörpern gegenüber, dass er sie niemals verstehen und erklären kann. Er kann nur Aspekte davon sekundär in Worte und Bilder packen, was ich primär fühle, erlebe und bin – als das ewigliche Göttliche Mysterium, das ich einfach bin. Mein MentalKörper hat sich dem schließlich freudvoll und erleichtert hingegeben.

Es ist sehr verwirrend für mich, dass die Welt der sogenannten Spiritualität so voll von meinungs-basierten Anweisungen ist: Sei so, sei nicht so. Denk dies, denke lieber nicht an das. Fühle nur dies, aber nicht das. Richte dein Bewusstsein da entlang aus, aber auf keinen Fall dorthin. So viele Verbote und Gebote. So viel SelbstBeherrschung, SelbstBestrafung und Härte. So viele Normen, die auf Verhalten und DenkAusrichtungen beruhen: Wie kann man aus etwas, das ALLES ist, so enge Dualismen machen?

Das Göttliche besteht in Essenz aus Liebe. Das Göttliche-YangVaterWesen, das GöttlicheYinMamaWesen und die Schöpfung-als-Kind-des-Göttlichen sind alles, was es gibt. Wie kann man aus etwas, dass in Essenz Liebe, also eine Emotion, ist, Paradigmen voller HandlungsWeisungen machen? Das GöttlicheWesen ist keine MeinungsFrage. Sie/Er sieht ohnehin durch all deine Handlungen stets dahingehend hindruch, warum du tust, was du tust und was dich tief emotional dazu antreibt: Ob das, was du tust, deinem authentischen Herzen entspringt oder strategische Performance ist. Das Göttliche interessiert sich weit mehr dafür, was du bist, als dafür, was du tust — und weit mehr für das Warum als für das Was.

 

Beginne zu sein, wer du bist — und löse dich davon, zu performen, wer du nicht bist

Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir als Menschheit aufhören können, zu performen, wer wir sind und stattdessen beginnen, zu sein, wer wir sind.

Vielleicht sind wir an der TürSchwelle dazu, dass immer mehr von uns anfangen, uns selber zu verkörpern, während wir das Göttliche verkörpern, statt unsere irdische Existenz als weniger wertvoll, sündig, illusionär und vorübergehend zu degradieren.

Vielleicht steigt in immer mehr von uns jetzt der Mut auf, uns voll und mit allem, zu zeigen und unser Sein mit unserem heiligen SeelenHerzen zu durchbluten, statt in Virtualität und ewigem Gestern und Morgen und in beständigem Konjunktiv zu verharren.

Vielleicht sind wir bereit, uns aus den Schleifen von Selbstmitleid und innerem Klagen zu lösen und stattdessen in wirklicher Verletzlichkeit und SelbstVerantwortung unsere reale emotionale Not zu fühlen.

Vielleicht reifen wir gerade daraus heraus, auf anderen herumzuhacken und über sie herzuziehen und stattdessen in uns zu suchen und zu heilen, was wir „da draußen“ verurteilen.

Vielleicht bewegen wir uns innerlich immer mehr dahin, uns selber nicht mehr innerlich dafür zu bestrafen und beschämen, wie lange wir performt und gelogen, geschleimt und geheuchelt haben und beginnen, wirklich zu fühlen, dass all das in der Tiefe einfach nur auf unserem bisher unerträglichen Hunger nach Liebe und Anerkennung beruht, also aus Unschuld geboren wurde.

Wir wollten einfach nur darin gefühlt werden, dass wir in uns selber und für uns selber gut und richtig und liebenswert waren, als wir hier ankamen. Je mehr wir uns heute auf gereifte Weise dorthin heilen, desto weniger müssen wir uns auf Handlungs- und MeinungsEbene bewerten und beweisen.

Dafür müssen wir Frieden damit schließen, dass diese Ebene für das weitverbreitete Paradigma der Welt unsichtbar und nicht beweisbar ist. Dass wir als seltsam und verschroben, abgehoben und realitätsfremd beurteilt werden können. Dass wir auf der Handlungs- und MeinungsEbene nicht mehr so dazugehören, wie zuvor, als wir die ClubRegeln noch unterschrieben haben.

Diese Welt, so wie sie bisher ist, wird dich nicht als das erkennen oder gar bestätigen, was und wer du in aller Tiefe bist. Dafür müsste sie erst einmal beginnen, Menschen als primär emotionale individuelle SeelenWesen zu realisieren. Und es reicht nicht, das als interessante Theorie in Erwägung zu ziehen und daraus eine weitere hippe spirituelle TrendMeinung zu machen; die Welt -also: jedes Individuum- braucht eine eigene fühlbare Erfahrung davon. Das kann noch ein bisschen dauern. Aber fang du doch ruhig schon mal an! 😊

 

Was, wenn du den MatrixDeal einfach nicht mehr unterschreibst?

Also, verabschiede dich davon, von der Welt Bestätigung für dein Sein haben zu wollen. Die wird nicht kommen und du brauchst sie auch gar nicht. Das Einzige, was dir in der Tat im Weg steht, in deiner vollen, nackten SeelenGröße dein Leben als deins zu durchbluten, ist exakt jener Grad, zu dem du deine bisher unbeantworteten HerzensBedürfnisse durch Strategien von der Welt beantwortet bekommen möchtest: Die Welt durch Performance, Kontrolle, Manipulation und Verführung irgendwie dahin zu „wollen“, dass sie dir zumindest einige Krümel dessen gibt, wonach du hungerst. Oder, wenn das schon nicht geht, dann wenigstens die Sicherheit und Bestätigung, dass du noch zum Club gehörst. Manch einer findet auch ungemütliche KomfortZonen darin, entweder in Abwehr & Krieg oder DesIllusionierung & Rückzug zu fliehen (gerne auch immer abwechselnd).

Solange du deine Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse entweder verleugnest, um dich ihrer Verletzlichkeit zu entziehen oder sie von Außen beantwortet haben möchtest, statt dir selber zu geben, was du brauchst, kannst du gar nicht anders, als zu einem gewissen Grad in der PerformanceMatrix mitzumachen:

Was werden die Leute denken? Was werden sie über mich sagen? Werden sie mich noch mögen? Werde ich noch akzeptiert, wenn ich den Deal nicht mehr unterschreibe? Wenn ich nicht mehr zustimme? Wenn ich das WeltBild nicht mehr unterschreibe?

Oder: Was andere denken ist mir egal! Ich bin eh etwas Besseres. Wenigstens habe ich erkannt, worum´s wirklich geht.

Oder: Die Welt hat mir nicht gegeben, was ich gerne wollte, also bin ich raus! Augen zu, Kopf in den Sand und warten, bis auch diese Inkarnation endlich vorbei ist...

Oder: Es ist alles aus Liebe und ich vergebe den Menschen in Sanftheit und Geduld, dass sie noch nicht so weit sind wie ich. Ich warte hier geduldig in der Einheit und habe meine Bedürftigkeit an Gott übergeben und im Nondualen aufgelöst und brauche zum Glück deshalb überhaupt nichts mehr, weil ich meine Schwingung täglich neu erhebe und in 7D schwinge, während alle anderen noch in 3D vegetieren, die armen lieben Seelen.

...so oder so oder so oder noch ganz anders: alles Verstecke, in denen wir nicht in verletzlicher, geerdeter Größe vorkommen. Was, wenn wir statt dieser reaktiven Beziehungen mit und zur Matrix, ganz und gar und ausschließlich uns selber gehören würden?

Du bist keine LeihGabe. Du bist nicht geleased. Du gehörst ganz dir. Dein Leben gehört nur Dir. Du kannst damit tun und lassen, was immer du willst. Wie wäre es, wenn du deinen freien Willen anfängst darauf zu verwenden, dich nach dem zu sehnen und dir das zu wünschen, was du wirklich brauchst, um zu heilen, zu wachsen und ganz zu werden?

Statt ihn darauf zu verwenden, zu nicht-wollen und Nein! zum Leben zu sagen? Oder ihn darauf zu verwenden, dir Dinge zu wünschen, die es dir möglichst bequem und schmerzfrei machen?

Wir sind so darauf konditiniert, dass es uns gut zu gehen hat und wir klarzukommen haben, weil sonst irgendwas defekt und minderwertig mit uns ist. Aber auch alle unsere Emotionen gehören zu uns! Es darf turbulent in uns sein! Wir bestehst aus Emotionen. Und ja, solange wir unsere Verwundungen nicht gefülht und geheilt und integriert haben, zeigen sich diese Emotionen auch schmerzlich, heftig, chaotisch und mitunter sogar dunkel. Das ist kein Defekt. Der Frieden liegt IN deiner Emotionalität, nicht jenseits von ihr. Es sei denn, für dich ist wahr „Ich bin leer, also bin ich!“.

Also sehne dich und wünsche dich weit und tief — mit vollem Herzblut. Wünsche dir ALLES, was du dir vorstellen kannst und erst recht alles, was du dir nicht vorstellen kannst. Wünsche dir das, was überhaupt keinen Sinn macht und was du nicht beweisen kannst. Du gehörst dir! All deine Emotionen und Wünsche gehören dir! Deine Seele bist Du! Und nur, wenn du dir ganz gehörst, wenn du dich selber voll belebst, kannst du dich letztendlich mit anderen teilen. Du kannst nichts teilen, was dir nicht gehört.

 

Der realste Boden aller Tatsachen ist Liebe

Ich weiß, weil ich es selber erfahre, fühle und immer mehr verkörpere, wie viel Mut und SelbstLiebe diese SeelenSchritte brauchen. Die härtesten, dunkelsten Prozesse; jene, bei denen du keinerlei Sinn mehr siehst und dich fühlst, als würden sie dich vernichten oder als würdest du am liebsten sterben, sind in Wahrheit die, die dich direkt auf den Boden der realsten Tatsachen schleudern – und rate mal, wo du dich da wiederfindest? Der realste Boden aller Tatsache sind die GöttlichenArme vom VaterSchöpferAspekt und GöttlicheMutterAspekt in jener Liebe, die ErSie SIND.

Je mehr wir versuchen, das harte Aufschlagen zu vermeiden; je mehr wir uns vor der Konfrontation mit den ZwischenEtagen von Angst, Unwert, Dunkelheit und Schatten, Wut und Zweifeln scheuen und dagegen wehren und davor fliehen, desto unwahrscheinlich, dass wir je auf dem wirklichen Boden der Tatsachen – Liebe- ankommen. Wir müssen uns allem hingeben, was in uns lebt, um dort anzukommen.

Und dann, findest du dich nackter und demütiger als je zuvor, in den Armen der Liebe wieder. Purer und echter als zuvor, tauchst du aus dem AbwesenheitsUrgrund der GöttlichenMama als jene individualisierte Liebe wieder auf, als die der GöttlichePapa dich zeugte und immer wieder neu begeistert als Du begrüßt.

Der VaterSchöpferAspekt will dich pur und nackt. Die GöttlicheMama kann dich nur pur und nackt wirklich halten und empfangen. Du kannst IhnSie nur wirklich haben, fühlen und sein, wenn du pur und nackt bist. Wenn du du bist. Jenseits von Beweisbarkeit und Logik. All deine TarnUmhänge schaffen Distanz zwischen dir und dir und zwischen dir und dem GöttlichenSein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Iona von der Werth, Sommer 2017 - aktualisiert Feb 2026

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