Der Preis der Freiheit, der Schlüssel zu deinem Gefängnis
- 29. Aug. 2019
- 16 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Stunden
Freiheit kostet gar nichts
Freiheit kostet gar nichts. Sie ist dein GeburtsRecht und dein NaturZustand. Was dich wirklich etwas kostet, ist das Aufgeben der Illusionen, die dir bisher Sicherheit vorgegaukelt haben. Die Illusion über Kontrolle zum Beispiel. Die Illusion, dass deine KomfortZonen dir guttun. Die Illusion, dass DesIllusionierung, Zynismus und Resignation vor erneuter Verletzung schützen.
Das kostet immens viel. Mut vor allem. Denn du trittst aus einer Welt heraus, die dir wahrscheinlich einige Jahre (oder Leben?) lang ScheinSicherheit gegeben hat. Vermutlich hast du längst bemerkt, dass "Komfort"Zonen sich wirklich nicht immer angenehm anfühlen. Sie stellen jedoch eine Art von vertrauter Energie und ReaktivitätsMuster für dich dar, in dem sich verwundete und schützende Teile von dir auf kompensatorische Weise sicher fühlen. In denen sich diese Teile einigermaßen bequem eingerichtet haben, selbst wenn sie sich beständig beschweren.
KomfortZonen zeigen sich in allen LebensDomänen: Freundschaften, LiebesBeziehung, Sexualität, Beziehung zu deiner HerkunftsFamilie und zu deinen Kindern, natürlich im BerufsLeben und in Bezug auf Geld, Körper & Gesundheit, aber auch in deinen Meinungen zu Politik und WeltGeschehen und selbstverständlich in deiner Spiritualität.
Ein Merkmal von KomfortZonen ist, dass man Rollen spielt. Meistens sogar einige verschiedene Rollen: Die Rolle der Helferin und des treuen Kumpanen. Die Rolle der Liebhaberin, des Versorgers, der Ehefrau. Die Rolle der Tochter, des Sohnes, die Rolle der Mutter oder des Vaters. Die Rolle der Lehrerin oder des GeschäftsMannes. Die Rolle der armen Kirchenmaus oder der KarriereFrau, des Losers oder Gewinners. Die Rolle der Fitten oder die Rolle des Fetten. Die Rolle des Heiligen oder der GottesDevoten. Die Rolle des Atheisten oder der NaturWissenschaftlerin. Mit diesen Rollen sind EnergieMuster verbunden, in die du dich täglich einloggst, um sie zu werden.
Nur, dass du nichts davon bist. Du bist Du. Keine Rolle, kein Muster, kein SelbstBild. Wo bist du?
Was genau ist der vermeintliche Vorteil, den du aus diesen ReaktivitätsMustern und KomfortZonen ziehst? Warum bist du bisher nicht bereit, sie anzutasten bzw. aufzugeben? Welche SelbstBilder sind damit verknüpft? Inwiefern versteckst du dich in diesen Rollen und Mustern? Was versteckst du von dir darin? Warum sind die SelbstBilder, die mit diesen verschiedenen Rollen zusammenhängen, bisher wichtig für dich? Inwiefern meinst du, sie zu brauchen?
DoppelLeben "spirituelle SelbstEntdeckung" versus dein „normales“ Leben
Viele Menschen neigen dazu, wenn sie einen SelbstEntdeckungsPfad des Herzens und einen ErwachensPfad der Seele beginnen, für geraume Zeit über ihre Entwicklungen Geheimnisse zu hüten. Sie führen ein regelrechtes DoppelLeben. Sie gehen nach Innen, schauen sich selber immer tiefer an, entdecken ihre eigenen Schätze und Geheimnisse, lösen Knoten und heilen Wunden … und nach Außen hin geht das alte Leben in den alten TarnUmhängen und Masken, Rollen und Mustern erst einmal weiter, als sei nichts geschehen.
Auf eine Weise ist einfach nur eine weitere Rolle hinzugekommen: Die Rolle des UndercoverSelbstEntdeckers. Eine weitere Spaltung, durch die du in einem Teil deines Lebens so und in anderen Domänen deines Lebens anders bist. Statt immer und überall, unabhängig von allen Umständen Du zu sein.
Solange SelbstErforschung und SeelenErwachen lediglich eine Rolle bleibt und sich nicht in all die Domänen deines Lebens auswirkt, kann sich nichts Wesentliches bewegen. Für die meisten Menschen dauert es Jahre bis zu ihrem SeelenComingOut, andere meiden es bis sie einen inneren Prozess schließlich abbrechen. Nur du allein kannst wissen, wann dir die Rollen und Muster einfach wirklich zu eng werden und du endlich in die Welt hinausrufen und verkörpern möchtest: Ich bin Ich - und nichts anderes als das!
Dann beginnst du, Konsequenzen zu ziehen. Das ist meistens weder ein WillensAkt noch eine mentale Entscheidung. Mehr ein Herz-baisertes, und Seelen-ausgerichtetes NichtAndersKönnen. Es geht dann einfach nicht mehr anders, als aus dem Wahnsinn dessen, was die Welt Normalität nennt, innerlich auszusteigen und dich stattdessen dem wahrhaftigen LiebesChaos des Seins hinzugeben. Aus der Enge von Konzepten, Regeln und SelbstBildern in die tatsächliche radikale Unbeständigkeit und Unsicherheit des Lebens einzutauchen und innerhalb dieses unbeständigen Chaos´ deine HerzensWünsche zu durchbluten, um dann in der RealitätsWelle zu tauchen, mit der der VaterSchöpferAspekt des Göttlichen dir antwortet.
Was ist es, was du vermeidest, zu fühlen, während du in deiner alten Welt und deinen Rollen verweilst?
Das Heilige DrecksChaos
Was dich in der Illusion davon gefangen hält, dass Muster, Rollen und Kontrolle dir Sicherheit im Leben geben, ist vor allem die (unbewusste) Weigerung davor, alles zu fühlen, was du fühlst, während du es fühlst und warum du es fühlst. In der Tiefe namentlich Angst vor deiner eigenen Individualität und Größe. Ja, du liest richtig: In Wirklichkeit hast du Angst vor deiner eigenen Größe! Davor, den ganzen Raum deines Lebens einzunehmen und voll zu durchbluten. Mit DIR.
Mit FlutWellen deiner LiebesLeidenschaft. Deiner Einzigartigkeit. Deiner SeelenGaben. Deiner HerzTalente. Mit dem RegenbogenOzean von DuSein.
Ein wichtiger Aspekt davon ist, dass es in so vielen Menschen die Annahme zu geben scheint, „richtig“ und „gut“, „groß“ und „toll“ ist man nur dann, wenn alles hübsch ordentlich, ruhig und geschmeidig im Leben läuft, während man Außerordentliches erschafft. So immens viele Menschen jagen einem GlücksZustand nach, einer imaginären Seligkeit, einer ewiglichen Gelassenheit oder entsprechenden Attributen, die dies zu symbolisieren scheinen – als wäre dies ein Beweis dafür, dass du irgendetwas „richtig“ machst. Also sind diese Wünsche im UmkehrSchluss vor allem etwas, das du haben willst, um unverletzlich davor zu sein, vielleicht „falsch“ zu sein?
Was aber, wenn das Sein einfach von Natur aus beinhaltet, dass man sich auch immer wieder schmutzig machen muss? Auf gesunde Weise alles riskieren muss? Sich ab und zu im Dreck des Seins suhlt? Im Chaos absäuft? Im NichtWissen strandet? In einem dieser wundervoll nassen, wilden EmotionsTsunamis ertrinkt?
Warum sind wir so darauf konditioniert, dass DrecksChaos und EmotionsTsunamis nicht heilig sind? Was macht so viel Angst an der ganz realen radikalen Unbeständigkeit des Seins, das fast alle Menschen kontinuierlich auf der Flucht vor ihr sind, um dann schließlich bei ihrem physischen Tod letztendlich und ultimativ von ihr eingeholt zu werden? Das GöttlicheWesen hat das DrecksChaos kreiert; wie könnte es nicht heilig sein? Ist unser Vermeiden dessen nicht vorrangig eine tiefe Angst vor wirklicher Lebendigkeit?
Du bist die Mitte deiner Welt
Freiheit beginnt dort, wo du bereit bist, alles in dir zu fühlen – ohne Ausnahme. In einer HerzAtmosphäre, die frei von SelbstBewertung, SelbstBestrafung, SelbstPeinlichkeit und Deutungen der Umstände ist: In der einfach nur gefühlt wird, was ist, ohne daraus eine Geschichte zu machen. Eine Geschichte von „Ich armes Opfer“ oder „Ich bin es eh nicht wert!“ oder „Es wird sich eh nie etwas ändern!“ oder „Die anderen sind Schuld, dass ich/dass ich nicht...“ oder „Solange die Welt so-und-so ist, kann ich niemals...“ oder „Wenn ich dies und das fühle, muss das bedeuten...!“.
Freiheit entsteht, wenn du aus den Engen der sogenannten Normalität innerlich aussteigst und in dir alles möglich sein lässt. Es möglich sein lässt, alles zu werden, was in deiner Seele angelegt ist und sich entfalten möchte. Wenn du die Enge, die Zweifel, die Urteile und die Angst der Welt in dir fühlst – und dich trotzdem entfaltest, statt dich daran anzupassen. Mitten in der Welt. Nicht in einer BergHöhle des Himalayas. Nicht in Utopia. In der Mitte der Welt. Indem du die Mitte deiner Welt bist.
Dafür ist es jedoch nötig, dass du bereit bist, auf jegliche Anerkennung von Außen zu verzichten. Dass du nichts tust oder lässt, um Zustimmung/Sympathie zu erhalten oder Kritik/Ablehnung zu vermeiden. Du musst bereit sein, im entscheidenden Moment allein zu stehen – mit dir, deiner Wahrheit und deiner Liebe. Das ist der Preis für Freiheit.
Freiheit bedeutet, dass du dich daran erinnerst, dass du dir dein Gefängnis selber gebaut hast. Aus Liebe und zum Schutz. Du wolltest eben nicht nackt und verletzbar zwischen all den gefährlichen Menschen und Situationen verweilen und dich der Härte und Kälte weiter ausgeliefert fühlen. Das ist sehr verständlich. Dein Gefängnis war einst ein SchutzRaum. Dafür hast du es erbaut. Die Mauern und GitterStäbe sind aus deinem Willen erbaut, keinen Schmerz und keine Angst mehr fühlen zu müssen.
Heute werden sie von SelbstKritik, SelbstBeschränkung, SelbstBildern, SelbstDosierung und DesIllusioniertheit aufrechterhalten. Daraus, zu versuchen, dem StandardBild der Welt zu entsprechen, während du dich deinem Leben gleichzeitig nachhaltig verweigerst und verleugnest und versteckst, wer du wahrlich bist. Du hältst dieses Gefängnis aufrecht, indem du dir immer wieder zuflüsterst, du seist noch nicht genug. Nicht nicht reif genug, weise genug, liebenswert genug, unschuldig genug, stark genug, erleuchtet genug… du müsstest noch weiter kämpfen, heilen, erleuchten, besser werden, mehr verstehen, mehr durchblicken, bevor........
Stopp. Das ist schlicht nicht wahr!
Du bist JETZT gut genug. Du warst es immer schon. Dieses grausame, wenn auch gut gemeinte, Gewisper (deines Punishers) dient einzig dazu, dass du abgelenkt bleibst. Tag und Nacht. Eisern. Damit du die Stimme deines Herzens nicht hörst. Weil das gefährlich erscheint. Die Stimme deines Herzens würde dich nämlich daran erinnert, dass du selber den Schlüssel zu diesem Gefängnis in dir trägst. Genau genommen ist dein Herz der Schlüssel. Der Schlüssel, den du brauchst, um dich aus deinem eigens erbauten SchutzGefängnis zu befreien, ist die Kapazität, in SelbstLiebe, natürlicher Grazie und verletzlicher Größe alles zu fühlen, was du fühlst, während du es fühlst und warum du es fühlst. Für deine SchutzTeile hört sich das an wie SelbstMord und/oder Folter. Es gab früher Emotionen, die du ganz real nicht ausgehalten hast, zu dem Maß, wie niemand dich darin gehalten und gefühlt hat. Doch heute kannst du dich darin fühlen und halten. Gar kein Zweifel!
Also, worauf wartest du? Was hält dich noch zurück, dich endlich in deiner ganzen Tiefe ernst zu nehmen?
Freiheit bedeutet, dir selbst zu vergeben
Freiheit bedeutet, Liebe reinzulassen. Liebe mit dir selbst. Liebe mit dem Göttlichen. Liebe mit anderen. Dafür ist es unumgänglich, dass du dir die Freiheit nimmst, dir endlich selber zu vergeben. Niemand sonst wird dir die Vergebung schenken, die du brauchst – sie kann nur aus dir selbst kommen. Deine SchutzTeile mögen sich selber dafür verdammen und beschuldigen, dass sie nicht gut genug aufgepasst haben. Dass dir trotz ihres vollen Einsatzes Schlimmes widerfahren ist. Sie mögen sich fühlen, als hätten sie versagt. Oder als sei durch sie alles noch viel schlimmer geworden; schließlich sitzt du jetzt in einem Gefängnis und lebst nicht wirklich. Vielleicht ist auch in deiner SeelenVergangenheit das eine oder andere gewaltig schiefgelaufen; vielleicht bist du hier und da mal gänzlich falsch abgebogen, hast ungesunde Entscheidungen getroffen und Leiden in dir und der Welt verursacht und hinzugefügt.
JETZT -ja: genau jetzt!- ist der Moment, dir dafür endgültig und ohne SchuldHintertürchen zu vergeben. Und du weiß ja, Vegebung ist weder eine Entscheidung noch eine Einstellung noch eine mentale, visuelle, rituale oder energetische Maßnahme. Vergebung ist die Nebenwirkung des tiefen Fühlens der KernVerwundung.
Also, worum geht es? Was können sich Teile von dir nicht verzeihen? Was muss gefühlt werden, um die entsprechende Wunde zu verdauen? Bedauern? Versagen? Scham? SelbstHass? Gib dich dem Schmerz hin, der hochkommt, wenn du die alten Wunden fühlst. Entdecke die blinden Flecken und Begrenzungen, die vielleicht mit für deine FehlEntscheidungen verantwortlich waren und fühle und belichte sie. Zeige deinen Teilen, dass in deiner Tiefe alles unversehrt und heil und ganz ist.
Halte, was auch immer auftaucht, in Liebe und Mitgefühl halten: Erforsche sanft und in innerer Klarheit, warum du genau so und nicht anders gehandelt und entschieden hast. Du hast in Unbewusstheit und letztendlich aus Unschuld so entschieden. Du (und deine Teile) seid nicht schuld. Verantwortlich, ja. Aber nicht Schuld.
Wenn es etwas wiedergutzumachen gibt, dann übernimm Verantwortung und mache es gut. Aber mach deinen SchutzAspekten klar, dass du nicht möchtest, dass sie weiterhin vermeintliche Schuld oder vermeintliches Scheitern und Versagen als Rechtfertigung dafür benutzen, sich und dich in einem Gefängnis zu halten und sich dadurch dem Leben zu verweigern.
Niemand anderes kann dich aus diesen alten Schleifen befreien. Niemand anderes kann dich einsperren. Das bist du selber. Bitte, sei gnädig mit dir: Das Gefängnis war ein unbewusster SchutzReflex deines WillensKörpers, um deinen EmotionalKörper zu schützen. Es geschah unbewusst, blind dir selbst gegenüber. Du kamst als Baby in dieses Leben mit einem SeelenImprint von Heimat im Herzen und bist in emotionalem KulturSchock auf die realen Verhältnisse deiner Familie und deines Umfelds gestoßen: Was sonst hättest du tun sollen, als dich davor zu schützen, um deine SeelenRealität zu bewahren? Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Du musst dich nicht verbessern. Du brauchst keine Reparatur. Du bist nicht kaputt. Finde stattdessen lieber all die Aspekte in deiner Seele, die immer noch überzeugt sind, das Gefängnis sei die einzige Lösung und zeige ihnen, dass das nicht mehr stimmt, weil du jetzt da bist.
Erneut: Dies ist weder ein Mantra, noch eine EinstellungsSache und kann auch nicht durch den bewussten Willen forciert werden. Es geht darum, dass du Stück für Stück das in dir fühlst und hältst und Verantwortung dafür übernimmst, was in jedem Jetzt in dir real ist. Es geht darum, dass dein Herz all deine verwundeten und in Strategien verwickelten Aspekte fühlt und hält und ihnen jene LiebesResonanz gibt, die sie früher von den Eltern nicht bekommen konnten. Dann können sie sich entspannen und deine SeelenRealität kann sich in deinem Leben endlich frei entfalten – so war es schon immer gedacht.
Dein Gefängnis sperrt deine Seele aus deinem Leben aus
Freiheit entfaltet sich, wenn du von deiner Seele; deinem Herzen aus dein Leben führst, statt von deinem Willen, deiner Kontrolle, deinen Sicherheits- und AbwehrStrategien, deinen VerstandesVorstellungen oder innerhalb von VerhaltensNormBoxen. Deine Seele ist von Natur aus wild und frei. Nichts kann sie jemals einsperren.
Das ist genau das Dilemma: Solange du in deinem SicherheitsGefängnis sitzt, sperrst du deine Seele gleichzeitig aus. Jenes Du, was dann in dem Gefängnis sitzt, besteht aus WillensKnoten, mentalen Konzepten und AutopilotMechanismen. Deine Seele aber kommt in deinem Leben nicht vor, solange diese KnotenVersion von dir im Gefängnis verweilt. Dort ist es viel zu dunkel und steril, eng und mechanisch, stickig und verstaubt für deine wilde Seele. Deine tiefste Soulfulness hat kein Interesse an Sicherheit – sie bewegt sich in Freiheit. Dein tiefster SeelenBoden weiß, dass du ewiglich unzerstörbar aus Liebe bestehst. Was könnte deiner Essenz tatsächlich etwas anhaben?
Freiheit ist dort, wo du aus tiefstem SeelenHerzen fühlst und bewohnst, dass du aus Liebe bestehst und dass deine tiefste Passion und Bestimmung im Leben und der Existenz-als-solcher ist, dieser Liebe, die du bist, zu dienen. In dir selber, mit und als Schöpfer und mit anderen.
Aber vergiss nicht: Liebe ist nicht immer rosarot und wohlig. Echte Liebe ist niemals manipulativ-kontrollierend. Sie ist niemals um...- zu.... . Sie richtet sich ausschließlich nach dem, was im Moment wahr ist. Sie will nicht dominieren. Sie will nicht gewinnen oder Recht haben. Sie will nicht missionieren. Sie will nicht, dass alles „gut“ ist; sie braucht keine Harmonie: sie will, dass es stimmig ist. Real. Und manchmal ist Realität und Wahrheit auch sehr dunkel. Wenn du jener Liebe dienst, aus der du in aller Tiefe bestehst, dienst du dadurch in jedem Moment des Jetzt deiner tiefsten HerzensWahrheit.
Je mehr du deine Wahrheit bist, desto weniger musst die sie rechtfertigen, verstecken oder MachtKontrolle über deine HerzensWünsche auszuüben versuchen während du mehr und mehr davon loslässt, was du bisher für SelbstBilder davon hattest, wie es in deinem Leben auszusehen hat; davon loslässt, wie deine LiebesBeziehung zu sein hat, wie du dein Geld zu verdienen hast (und wie viel davon), wie die Menschen sich zu verhalten und nicht zu verhalten haben, ... was gefälligst alles zu sein HAT – kannst du beginnen, stattdessen mit dem zu verweilen, was ist und von dort aus verletzlich deine Wünsche für deine verschiedenen LebensDomänen bewohnen. Deine Wünsche mit dir selber, dem Göttlichen und anderen zu transagieren, während du in gesunder Demut weißt, dass du keinerlei Anspruch auf die Erfüllung dieser Wünsche hast.
Während du mehr und mehr davon weg-heilst, dir selber und anderen irgendetwas beweisen und zeigen zu müssen, hörst du auf, dich und dein WeltBild zu erklären; hörst auf, zu missionieren, überzeugen und manipulieren zu wollen; die Realität anderer verändern oder kontrollieren zu wollen und wirst stattdessen mehr und mehr zu dem, was für dich wahr ist. Je mehr du fühlst und bist, was deine Wahrheit ist und ebenso fühlst und direkt erfährst, dass deine Wahrheit heilig ist, desto weniger hast du das Bedürfnis, andere davon zu überzeugen oder deine Wahrheit jemals vor anderen zu verstecken oder kleinzumachen. Wahrheit ist sanft und weich, geschmeidig und nachgiebig, wandelbar und durchlässig, treu und stabil; sie bewegt sich und wächst stetig, während deine Seele all ihre endlosen Mysterien entfaltet.
WeltFrieden beginnt in deinem Herzen
Freiheit entsteht, wenn du aufhörst, dich gegen die Realität zu wehren, mit ihr zu kämpfen, gegen sie Krieg zu führen, ihr zu widerstehen, sie zu rationalisieren, sie verstehen zu müssen, sie zu verändern. Gib dich ihr stattdessen hin. Aus tiefstem Herzen. Schenk dich ihr. Damit schenkst du dich dir selber und du schenkst dich dem Göttlichen. Finde in dir Frieden mit dem Krieg der Welt. Dann gibt es ein Stück mehr Frieden in der Welt. Herz um Herz. Das ist die einzig wirklich realistische Version von WeltFrieden:
Wenn jedes einzelne Herz den Krieg in sich und mit der Realität beendet. Alles andere ist lediglich WaffenStillstand auf VerhaltensEbene.
Teil deines Inneren Krieges ist die Dynamik von SelbstBeschämung: Ein Teil deiner Seele erzählt dem anderen, er sei schlecht. Die Kontrolle beschämt die Gefühle. Die PseudoUnabhängigkeit beschämt die Bedürftigkeit. Die PseudoHeiligen beschämen die animalischen, sinnlichen Seiten. Das PseudoLicht beschämt die Dunkelheit. Die Angepassten/Feigen beschämen die IndividualitätsLiebenden/Mutigen.
Und natürlich gibt es davon UmkehrRacheVersionen: Die instinktiven Anteile rebellieren gegen die Unterdrückung und können sich in verzerrten oder übersteigerten Impulsen ausdrücken. Die Dunkelheit zeigt dem PseudoLicht mal so richtig, wie so´n Schatten aussehen und sich austoben kann. Die Bedürftigen schleichen sich heimlich, still und leise in LiebesBeziehungen und Freundschaften ein und tragen ihren Teil zur CoAbhängigkeit bei. Die IndividualitätsLiebenden starten einen narzistischen RundumSchlag, weil es ja sonst nie um sie gehen würde – PENG! Krieg. Stetiger, innerer Krieg.
Der dann nur allzu gern auf´s Außen projiziert oder im Außen ausagiert wird. Alles, was du im Außen bekämpfen möchtest, ist auch in dir. Was hält dich davon ab, nach Innen zu schauen, statt weiter zu versuchen, das Außen zu verändern?
Ungesunde Anhaftungen sind einfach ein Ausdruck von LiebesHunger
Freiheit entsteht, wenn du das Bedürfnis heilst, übermäßig unabhängig und selbstständig sein zu müssen. Alles allein zu schaffen, den Überblick zu behalten, niemanden zu brauchen.
Erlaube dir, zu brauchen. Erlaube den Kleinen Teilen in dir, die in der Kindheit nicht auf die Weise genährt wurden, wie sie es gebraucht hätten, wirklich bedürftig zu sein. Erlaube dir, dich anlehnen zu wollen. Erlaube dir, Hilfe zu brauchen. Und dann sei für dich da.
Erlaube dir sogar, für eine Weile eine LiebesSchablone im Außen zu brauchen. Suche dir eine (therapeutische) BegleitPerson (keine Freunde und Partner, sonst entstehen neue CoAbhängigkeiten), die ihre eigenen AbhängigkeitsMuster im Herzen zu einem kritischen Maß hat und dann lass dich für eine Weile wirklich tief in sie fallen. Wage es, dich ganz fallen zu lassen; ohne RestKontrolle und SicherheitsAnker. Ohne falschen Stolz und künstliche Würde. Diese Beziehung kann eine Schablone dafür werden, was du von dir selbst brauchst und wie du es dir geben kannst. Du lernst, dich in dich selber und ins Göttliche fallen zu lassen. Und das ist Freiheit.
Denn was du wirklich willst und schon immer wolltest, ist Liebe. All die SicherheitsAnhaftungen in deinem Leben sind letztendlich ein Ausdruck dafür, dass du nach Liebe hungerst.
All deine Drogen des Alltags -deine co-abhängigen Beziehungen, deine BetäubungsMechanismen, deine AufputschTricks, deine AblenkungsManöver, deine ungesunden Muster, vermutlich ein gewisser Anteil deiner Hobbies und Vorlieben, dein destruktives Verhalten- sind PlatzHalter für die Liebe, nach der du dürstest. Auf dem Weg zu authentischem SeelenErwachen geht es niemals darum, deine Anhaftungen einfach zu überwinden, zu transzendieren, sie loszulassen, sondern es geht darum, zu fühlen, wozu du sie bisher gebraucht hast. Zu fühlen, was sie verdecken sollten. Zu fühlen, inwiefern sie Teil deines SchutzGefängnisses sind, das deine SchutzTeile in deiner Kindheit begonnen haben, zu erbauen, weil es jene Liebe, nach der dein Herz Hunger hatte, einfach nicht gab und es damals (!) nicht zu ertragen war, das zu fühlen.
Vielleicht gab es körperliche Versorgung. Also hast du begonnen, Essen zu einer Art Droge in deinem Leben zu machen.
Vielleicht gab es Streicheleinheiten und körperliche Zuwendung, während dabei Liebe nicht direkt fühlbar war. Also hast du als Erwachsener begonnen, Körperlichkeit und Sex als Droge zu verwenden; in Abwesenheit von Seelen- und HerzVerbindung. Es war ein Versuch, Nähe zu spüren, wo echte Verbindung fehlte.
Vielleicht war dein Kinderzimmer dein einziger sicherer Ort? Also ziehst du dich bis heute innerlich und äußerlich zurück, um dich sicher zu fühlen.
Anhaftungen können auch PlatzHalter für verdrängte Seiten in dir sein: Aspekte, die bisher nicht an deinem Leben teilnehmen dürfen, weil dein Gefängnis das nicht erlaubt. Teile deiner Seele, die aus deinem Leben ausgesperrt sind. Wenn du z.B. an virtueller Sexualität (Bilder, Pornos, Fantasien) anhaftest, versuche mal, zu fühlen, wonach du eigentlich, in tiefster Seele hungerst und was du dir in dieser Domäne nicht erlaubst, pur und nackt, verletzlich und vollständig zu transagieren...?
Wenn du an SocialMedia anhaftest, versuche mal, zu fühlen, wie du tief in dir nach Nähe, HerzensIntimität und Kontakt hungerst und dir bisher nicht erlaubst, das direkt zu bewohnen und zu leben. Gesunde, nicht coabhängige Community mit anderen Menschen zu leben. Dein Leben, dein Herz mit ihnen zu teilen. Ihnen wirklich nah zu sein. Sie dir nah sein zu lassen.
Wenn du an Geld, Erfolg und Leistung anhaftest, versuche zu erfühlen, welche Art von innerer Fülle und Erfüllung du dir bisher verwehrst.
Wenn du an Kontrolle, Sicherheit und äußeren Strukturen anhaftest, versuche, all jene SeelenAspekte in dir zu finden, die panische Angst vor der Realität haben und dann fühle und halte sie darin.
Welche individuelle Not aus Kindheit und Jugend hat dafür gesorgt, dass diese Mechanismen Aspekte deines SchutzGefängnisses wurden? Bist du bereit, heute für diese ungefühlten Emotionen, die darunter begraben wurden, weil sie damals nicht aushaltbar waren, LiebesVerantwortung zu übernehmen?
Die verdrängten Aspekte deiner Seele zu befreien und sie in dein Leben aktiv zu integrieren? Sie zu fühlen? Sie in Liebe in deinen Armen zu halten? Sie so tief zu fühlen, dass sie wirklich heilen können, nicht lediglich beruhigt und weg-getröstet werden?
Dann lösen sich die Anhaftungen von selbst – weil sie nicht mehr gebraucht werden. Du musst sie nicht überwinden; lediglich heilen, wofür sie bisher als Schutz dienten. Du brauchst diesen Schutz jetzt nicht mehr. Jetzt kannst du für dich da sein.
Deine SeelenBegeisterung und SeelenTalente sind die Basis deiner Passion
Freiheit entsteht, wenn du dir erlaubst, deine SeelenTalente aufsteigen zu lassen und alles zu beleben, was dich in Begeisterung versetzt. Was ist es, was du liebst zu tun? Womit verbringst du deine Zeit und fühlst, dass dabei dein Herz aufgeht, dein PassionsChakra (SakralChakra) jubelt, du lebendig und wild, pur und verletzlich, sprudelnd, berührt und berührbar bist? Erlaube dir, damit zu spielen wie ein Kind, das sich selbst entdeckt. Erforsche es. Lasse es dich ausfüllen. Entdecke es jeden Tag neu und immer tiefer und in neuen Facetten. Tanze damit. Lass es dich tanzen.
Und dann beginne, dich zu fragen, welchen Beruf du erfinden müsstest, um damit deinen LebensUnterhalt zu verdienen: Wie kannst du das, was du liebst, so in die Welt bringen, dass es anderen dient und dich trägt? Womit dienst du der Liebe, aus der du bestehst und der Begeisterung, aus der du gemacht bist zuerst und beschenkst dadurch sekundär andere?
Wenn du diese BestimmungsPassion -deine Berufung- in deinem Herzen findest und jene Kompetenzen erwirbst, die du brauchst, um dies erfolgreich zu praktizieren, um damit deinen LebensUnterhalt zu verdienen, wird Geld selber zu etwas Heiligem: Denn dann wird es von deiner Liebe und Begeisterung, deinem Caring und deiner Kompetenz angezogen, zu dir zu kommen.
Freiheit ist dein GeburtsZustand als Kind des Göttlichen
Freiheit entsteht, wenn du dir erlaubst, das Kind des Göttlichen zu sein und eine direkt-erfahrbare Beziehung zu IhmIhr zu haben. Wenn du beginnst, dem Göttlichen alles zu zeigen, was du fühlst. Besonders deine Zweifel IhmIhr gegenüber. Oder Zorn gegenüber religiös entstellten Versionen von IhmIhr, die dir in der Kindheit oder früheren Leben vermittelt wurden (so wie ein strenger, strafender Gott, vor dem du dich klein machen musst oder eine kalte, unnahbare Göttin...). Bring IhmIhr deine ganze Unzufriedenheit mit der Welt und dem MenschSein.
Besonders deine Fragezeichen zur irdischen Existenz; deinen Widerstand gegen das Leben. Deine Wut über all das Leiden. Deinen Groll darüber, dass du dich damit so allein-gelassen fühlst.
Beginne, deine ElternProjektionen auf das GöttlicheElternwesen zu heilen, indem du erkennst, dass das Göttliche anders auf deine Emotionen reagiert als deine irdischen Eltern es konnten; dass ErSie herzoffen für alles ist, was du fühlst. Dass ErSie es kaum erwarten kann, dich aktiv mit darin zu halten, wenn du fällst.
Wenn du dich mit deiner ganzen Verzweiflung in diese Liebe hineinfallen lässt, lernst du Liebe endlich als das kennen, was sie wirklich ist. Und in dem warmen, freudvollen Lachen als Antwort darauf, dass du nach Hause gefunden hast, wirst du erkennen, dass du nie weg warst. Dass all deine Abenteuer, dein Vergessen, deine scheinbare Verlorenheit immer auch Zuhause sind.
Du bist in jedem Moment der Ewigkeit frei, dich zu befreien. Du musst auf nichts mehr warten. Es gibt nichts mehr zu tun, bevor du frei sein kannst.
Iona von der Werth, Juli 2017 - aktualisiert Feb 2026

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