Von Liebe, Wille und SelbstAutorität im Heart Dialogue Prozess


Im Rahmen meines eigenen Heart Dialogue Prozesses gab es in mir einen innerseelischen Konflikt, ob ich zukünftig weiterhin mit meinem Willen oder aber mit meiner EssenzEmotionalität führen möchte. Dieser Konflikt stand im Kontext eines grundsätzlichen „Shifts“, welcher um das Jahr 2012 eingesetzt hat und dazu führt, dass zunehmend mehr Raum dafür entsteht, dass sich die Menschen ihrer primären Emotionalität endlich bewusster werden. Die Welt des primären Willens, der ich als Mensch und Seelenwesen nachhaltig und endgültig den Rücken gekehrt habe, ist gezeichnet von Größenwahn, Kontrolle und Macht. Nach dem Motto ´Der Zweck heiligt die Mittel´, ´Je krasser desto besser´, ´Mit uns oder gegen uns´, ´Privatsphäre ist kein Recht, Privatsphäre ist ein Luxus´, alles basierend auf der Annahme ´ich weiß, was Du tust, also weiß ich, wie Du bist und damit kann ich vorhersagen, kontrollieren, beeinflussen und bestenfalls lenken, was Du zukünftig tun wirst´. Was also will ein Teilnehmer, ein Gestalter dieser Welt bei Heart Dialogue? In einem WeltBild, wo es darum geht, die gefühlte Motivation einer jeden Handlung, Regung, Vision und eines jeden Willens zu erkunden, zu erfühlen, zu heilen hin zu ihrer ursprünglichen LiebesBasis. Es sind zwei scheinbar unvereinbare Welten, die sich in nicht weniger zu unterscheiden scheinen als in der Grundannahme, was die tiefste Natur eines jeden Menschen und jeglicher Existenz ist – der Wille? Oder die Liebe, welche auch den Willen speist? In meinem Fall wurde ich angetrieben von einem vagen Gefühl, einem leisen inneren Hunger nach etwas, zu dem ich den Zugang fast vollständig verloren hatte; etwas, was in der Wille/Macht-Welt noch ein Stück fester verknotet und verborgen ist als in der Liebe-Welt: Liebe – ein tiefer, sehnsüchtiger Hunger nach jemandem, der mich tief, innig und umfassend liebt, der mir ´einfach nur´ sagt, dass ich gut bin. Nun kann man sich – wie ich – mit derlei Wille/Macht-basierten Grundannahmen in einen jahrelangen Heilungsprozess bei Heart Dialogue begeben; kann versuchen, sich hineinzulehnen in die Welt der primären Liebe, während man weiterhin verankert ist in der Welt des primären Willens. Es ist ein Hineinlehnen in die Autorität des Facilitators, während man es sich im innersten vorbehält, ihm oder ihr diese Autorität jederzeit wieder zu entziehen, da man in der eigenen, tiefsten Tiefe niemals bereit ist, die eigene Macht und Kontrolle aufzugeben. Auf diese Weise kann man zwar erleben, wie nährend und heilend es ist, von jemandem gefühlt zu werden mit dem, was man gerade fühlt, während man es fühlt und einen Kontext dafür zu bekommen, warum man es fühlt. Und doch wird Heart Dialogue auf diese Weise stets lediglich ein „tool“ bleiben. Ein Werkzeug, mit welchem man sich „optimiert“, sich jedoch im Innersten stets vorbehalten wird, den tiefsten Kontext in der Frage, ob Liebe oder Wille zuerst kommt selbst zu beantworten – nicht fühlend, sondern kontrollierend. Oft ist das keine Frage, welche man sich hier als Mensch auf Erden anfängt zu stellen. In meinem Fall ist es eine Frage, mit welcher ich mich als Seelenwesen seit einem Zeitpunkt nicht allzu fern meiner eigenen Seelengeburt konfrontiert gesehen habe; zu welcher ich dereinst eine macht-, schutz- und kontrollbasierte, eindeutige Position bezogen habe. Eine Position, welche ich erst in diesem Leben in Frage gestellt und schlussendlich fühlend-statt-kontrollierend neu für mich beantwortet habe. In diesem Zusammenhang gibt es die folgende, für mich persönlich relevante auragetische Past-Life Erinnerung einer meiner IntraPersonas (IPs) in Form eines Briefes, welcher Ausgangspunkt meines Prozesses der Rückbesinnung auf meine Essenzqualitäten war: Viele der Gabrielites – namentlich diejenigen, welche der Überzeugung waren, dass Wille vor Liebe führt – kamen nach Lemurien, da sie das dortige Treiben der Luziferlites und Michaelites mit zunehmender Irritation wahrgenommen hatten. Eine Irritation, dass das dort gelebte „auragetische Liebesgetaumel“ nicht Schöpfers Wunsch entsprechen konnte, sich voll und ganz in der physischen Welt zu manifestieren und anschließend aus einem Gefühl des vollkommenen Getrenntseins wieder zu ihm zurückzufinden. So kam auch ich nach Lemurien als einer der „wissenschaftlichen Leiter“ desjenigen Teils der Gabrielites, die es sich vorgenommen hatten, Schöpfers Wille bzw. was sie dafür hielten willentlich-machtvoll in die Tat umzusetzen – anstatt wie viele unserer SeelengattungsGeschwister zunächst neugierig-erforschend-erkundend-verstehen-wollend in diese Welt einzutauchen. Dies führte letztendlich zum Untergang von Lemurien und der Erschaffung von Atlantis. Auf diese Weise manifestierten wir zwar scheinbar Schöpfers Willen, jedoch in unserer eigenen LiebesAbgespaltenheit mit Methoden, welche sämtlichen Seelen in der physischen Welt ein Erleben der eigenen, innewohnenden Gutheit für Äonen nahezu unmöglich machten. Dies macht das Ausmaß des Desasters so deutlich, wenn man nach der Devise der Zweck heiligt die Mittel das „was“ fokussiert und dabei das „wie“ vollkommen aus den Augen verliert oder sogar bewusst ignoriert. Will man aus dieser Welt des primären Willens „aussteigen“, so wird Macht zu Machtlosigkeit und Ohnmacht werden, Erschaffen wird zu Nichts, Größenwahn zu Wertlosigkeit, Bewundert-Werden zu Sich-Verlassenfühlen. Das gesamte Strategische Selbst wird dekonstruiert und zerfällt Stück für Stück zu Staub. Mit einer vollkommenen Unklarheit, was danach von einem übrig bleibt – im bisherigen Weltbild nichts, weil es nichts jenseits von Willen und Macht gibt. Es erscheint aus Sicht der Wille-Zuerst-Welt vollkommen wahnsinnig, sich darauf einzulassen. Wahnsinnig, da man kein eigenes Erleben der innewohnenden Gutheit eines jeden Menschen – und schon gar nicht von sich selbst – hat. Kein Erleben davon hat, dass es jemandem, namentlich dem Heart Dialogue Facilitator, wirklich um mich geht; um die Heilung meiner verwundeten, verknoteten Seele, getragen von einem Teppich von Liebe und ohne jegliche strategisch-kontrollierende Hintergedanken und Agenden. Es ist der Natur der Sache geschuldet, dass der Heart Dialogue Facilitator dabei keinerlei Sicherheiten geben kann. Sicherheiten, die man sich basierend auf dem Weltbild des primären Willens erhofft, sogar lautstark fordert – einem Weltbild, welches nicht dem gefühlten Erleben eines Heart Dialogue Facilitators entspricht. Sicherheiten, die genau das Strategische Selbst fordert, welches zu Staub zerfallen wird, zerfallen muss, damit da heraus bzw. darunter ein zunehmend geheiltes Natürliches Selbst, gespeist von und basierend auf Liebe und einem Gefühl der eigenen, innewohnenden Gutheit freigelegt werden kann. Der Heart Dialogue Facilitator wird einen nicht retten aus der Welt „Wille/Macht vor Liebe.“ Er wird es nicht und er kann es auch gar nicht. Auch kann er einem die Entscheidung nicht abnehmen, ob man die Frage „Wille oder Liebe zuerst“ wirklich in aller Tiefe untersuchen will. Bereits Schöpfer hat uns mit seinem Geschenk des freien Willens die Freiheit gelassen selbst in die Frage hineinzuleben, was die tiefere, essenziellere Wahrheit ist: Wille oder Liebe. Das wiederum ist genau die Krux an dem Ganzen. Schöpfer hat uns den freien Willen gelassen und damit auch die Freiheit, damit zu tun oder zu lassen, was immer wir wollen – und dann die Konsequenzen davon zu tragen. Das wiederum ist die noch tiefere, schmerzhaftere, terrorauslösende Wahrheit: Auch Schöpfer wird uns nicht retten. Jeder ist selbst verantwortlich für seinen Weg. Dass genau diese Selbstverantwortlichkeit des Facilitanten die Grundlage eines jeden HD Prozesses ist, ergibt sich schon aus der sowohl simplen als auch radikal-das-eigene-Wille/Macht-WeltBild-in-Frage-stellenden Tatsache, dass das Gefäß, in welchem dieser Prozess abläuft aus Liebe gemacht ist – aus Sicht von HD die ursprünglichste, tiefste Realität jeglichen Seins. Hat der Facilitant kein eigenes commitment zu dieser Grundlage bzw. ihrer tiefgehenden, nachhaltigen, vorbehaltlosen Erforschung, so führt dies letztendlich bei jedem noch so intensiven, langen HD Prozess zwingend zum Abbruch. Bisher habe ich es so gehalten, dass meine selbst auferlegte Strafe für meine oben beschriebene „Arbeit“ in der Wille-Zuerst-Welt gewesen ist, dass ich mich seitdem für ein Leben in Durchschnittlichkeit und Kleinsein entschieden habe und sichergestellt habe, dass ich nicht anders kann, als unter dem Radar zu fliegen, um zu verhindern, dass ich jemals wieder dermaßen großen Schaden anrichten kann. Dass ich auch mir verordnet habe, meinen auragetischen Zugang vollkommen zu verlieren und meine auragetischen Seelengefährt(inn)en vollkommen aus den Augen zu verlieren. Dass auch ich mich vollkommen hoffnungslos in dieser physischen Ebene verliere. Dass ich mich von eben jenen Methoden tyrannisieren lasse, die ich selbst einst mit veranlasste. Erst in den letzten Jahren fange ich an, eine Ahnung davon zu bekommen, was ich mir damit alles vorenthalten habe, wie viel schwerer als nötig ich es mir damit gemacht habe; da auch ich bis heute auragetische Seelenverbindungen nur sehr vage erahnen kann, da auch mein drittes Auge sich bisher nur zögerlich zu öffnen beginnt. Erst jetzt kann ich das Ausmaß an Leid erahnen, welches ich so vielen Mitmenschen zugefügt habe - da ich es am eigenen Leibe erfahren habe. Gleichzeitig hat es mich im Rahmen meines eigenen Prozesses an vielen Stellen fassungslos gemacht und zunehmend tief berührt, dass ich bei und mit Iona und Jan die Erfahrung machen durfte, dass es in der Welt der primären Liebe keine Bestrafung gibt; dass an die Stelle von Bestrafung ein eigenes Bedauern und ein Übernehmen von Verantwortung tritt – etwas, was man in der Wille/Macht-Welt mit der Bestrafung (bestenfalls) versucht zu erzwingen. Falls es eine wie auch immer geartete, gesunde Möglichkeit gibt, so möchte ich irgendwann, wenn ich dazu bereit bin, aus dieser Durchschnittlichkeit heraustreten, meine Fackel hochhalten und sagen: Es gibt eine Welt nach bzw. unter Wille/Macht, es gibt etwas, was die vollkommene Zerstörung des Strategischen Selbstes überlebt – denn ich habe überlebt, allerdings in sehr anderer Form als bisher. Ich möchte wirklich und aufrichtig mein Bedauern äußern gegenüber allen Seelen, die mir vertraut haben und sich mir anvertraut haben, die mir im Rausch der Macht gefolgt sind oder unter diesem Rausch der Macht gelitten haben; allen, die sich im Kontakt mit mir die Flügel oder Hände verbrannt haben, deren Herzen ich verletzt habe oder gar verkrüppelt - und speziell allen Luziferlites und Michaelites. Mein Bedauern darüber, dass ich Euch leiden lassen und leiden sehen wollte aus einem tiefliegenden Gefühl der Wertlosigkeit sowie einer Überzeugung, von Schöpfer nicht geliebt zu werden. Gerade jetzt, wo ich zu diesen Gefühlen in mir einen tieferen Zugang bekomme wird mir der Terror, der die IndividualitätsAngst ausmacht bewusster, fühlbarer, erlebbarer. ES TUT MIR LEID, dass das irdische Dasein durch mein Zutun noch unaushaltbarer geworden ist, als es ohnehin ist. ES TUT MIR LEID, dass ich jeden einzelnen von Euch, jeden seit Atlantis inkarnierten Menschen genauso von Schöpfers Liebe abschneiden wollte wie ich mich seit meiner Seelengeburt davon abgeschnitten gefühlt habe. März 2017 Daniel

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