Emotionen sind nicht lediglich eine unumgängliche DurchgangsPforte auf dem Weg zu Erleuchtung

Was wäre, wenn Emotionen nicht lediglich eine unumgängliche DurchgangsPforte auf dem Weg zu Erleuchtung wären, sondern unsere tiefste, spirituelle Essenz?


DER MYTHOS DER ERLEUCHTUNG


Erleuchtung ist ein großes, mystisches, sagen-umwobenes Wort. Tonnen an Projektionen, Konzepten, Vorstellungen und ErlösungsWünschen sind mit diesem Wort verbunden. Abertausende Sucher streben den damit assoziierten Zustand an. Besuchen Satsangs; meditieren sich das Gesäß wund; verschreiben sich der Stille und Gelassenheit; halten sich zu Akzeptanz und Gleichmut an; versuchen, ihre Anhaftungen zu transzendieren; konsultieren SchweigeRetreats; sitzen spirituellen Lehrern zu Füßen und lauschen der verkündeten Weisheit; diskutieren und schweigen mit anderen Suchenden, studieren hochwertige Schriften...

Emotionen hingegen wirken dagegen wenig geheimnisvoll: Jeder kennt sie. Sie sind äußerst menschlich und irdisch. Manche sind freudvoll oder ekstatisch, andere erscheinen leidvoll, überflutend, lästig und mitunter peinlich und deplatziert. Viele Menschen scheinen versucht, ihre Emotionen „in den Griff zu kriegen“, sie möglichst wenig zu zeigen, immer schön auf der SachEbene zu bleiben; Emotionen scheinen zu stören! Sowohl in der wissenschaftlich-geschäftlichen Welt als auch in der Spiritualität; sie sind zu laut, zu unkontrollierbar, zu individuell!

Doch wie hängen Erleuchtung und Emotionen zusammen? Widersprechen sich Individualität und Gott? Steht das persönliche Selbst NonDualität im Weg? Muss man irgendetwas Menschliches transzendieren, um spirituell/erleuchtet zu sein/werden? Sind Emotionen ein spiritueller StörFaktor? Oder eine unumgängliche DurchgangsPforte auf dem Weg zu Erleuchtung? Oder bilden sie unsere tiefste spirituelle Essenz?


WAS, WENN DAS EGO NICHT IM `MIND´ SITZT?

Das Problem mit all den Weisheiten, die spirituelle Sucher so hören und lesen, ist vor allem, dass der, der zuhört oder liest, dies vor allem von seinem MentalKörper, seinem Verstand, seinem `mind´ aus, tut. Während die Weisheiten (bestenfalls) aus dem jeweiligen Lehrer von einem inner-seelischen `Ort´ stromaufwärts des MentalKörpers oder `mind´ entspringen. Die Wahrheit ist ziemlich simpel: Der MentalKörper könnte ganze Wälder an Büchern lesen und sich ein Leben lang spirituelle Lehren anhören oder auch in Gegenwart von sogenannten Meistern verweilen, er kann niemals erfassen, worum es bei dem, was er scheinbar sucht, geht. Alles Gehörte und Gelesene landet nur immer wieder in denselben filternden (und oft spirituell äußerst gebildeten) Boxen und Konzepten, die jede DirektErfahrung verhindern. Das haben die MentalKörper der meisten Suchenden ja auch verstanden. Und dann beginnt die Sackgasse.

In dieser Sackgasse hat auch eine tiefgehende Verwirrung ihren Ursprung: Solange wir nämlich davon ausgehen, dass unser Ego und unser Selbst im MentalKörper oder `mind´ beheimatet sind, müssen wir auch davon ausgehen, dass wir als Selbst ausgelöscht werden, wenn wir erleuchten. Denn bei der Erleuchtung wird jener MentalKörper ausgelöscht, er wird blank wie eine Leinwand. Oder wie das NonDuale selber. Jene Leinwand, auf die das Göttliche seine Bilder malt. Dich und mich zum Beispiel. Wenn das Selbst also im MentalKörper begründet sein soll, dann wirst Du bei der Erleuchtung ausgelöscht. Aber was, wenn das nicht stimmt?


EINIGE SPIRITUELLE GRUNDLAGEN ÜBER FISCHERNETZE, WASSER UND EIMER

Ein weiser, erleuchteter, spiritueller Lehrer sagte einst, man könne Wasser nicht mit einem Fischernetz einfangen. Warum schlussfolgern daraus so viele Menschen, dass Wasser folglich nicht real sein kann? Es könnte doch auch einfach nur heißen, dass man Wasser nicht mit einem Fischernetz einfangen kann. Wir könnten es stattdessen ja mal mit einem Eimer probieren. Oder einfach reinspringen und darin tauchen.

Das Fischernetz aus diesem Gleichnis ist unser MentalKörper, der das Sein in Raster unterteilt und dabei nie das Wesentliche zu fassen bekommt. Er zerstückelt das pure Sein in einzelne Dualismen; dieses und jenes, Gutes und Schlechtes, ich und du. Er grenzt die Einheit der Realität in TeilEinheiten ab, gibt ihnen Namen und bezieht sich dann auf diese eigentlich nackten Dinge zunehmend so als wären sie dieser Name. Aber natürlich ist ein Ding immer nur das, was es eigentlich ist und nicht das, wie wir es nennen und welche Funktion wir ihm geben.

Wasser ist in dem oben genannten Bildnis das pure Sein; es symbolisiert unsere Essenz, das Göttliche und... es ist auch ein Sinnbild für Emotionen. Also besagt das Gleichnis dieses Lehrers, dass unser Verstand niemals erfassen kann, wer wir in Essenz sind. Gautama würde begeistert und gelassen zustimmen und einhändig applaudieren.

Und der Eimer? Welchem inner-seelischen Instrument entspricht er? Viele Lehrer verkünden, es ginge ja ohnehin nicht um das gesprochene Wort, sondern um die Präsenz des Meisters/Lehrers/Gurus, denn jene, so heißt es besonders in FernOst und NeuEsoterischWest, braucht es, um den Sucher quasi an diesen eigenen erleuchteten „Ort“ hin zu ziehen. An allen Gedanken, Annahmen und mind-Konstruktionen vorbei oder durch sie hindurch oder jenseits von ihnen hin, wie immer man will. Die Stille des Meisters spricht zu deiner Stille. Die NonDualität spricht durch den Meister hindurch, bis Sie auch dich in dir, jenseits von dir, findet und du dein Du in Ihr auflöst. Jenes Du, Ego, mind, Selbst, Persönlichkeit (das wird ja mit erschreckender Häufigkeit einfach alles in einen Topf geworfen), das denkt und fühlt (auch das ist für viele dasselbe) und deshalb noch nicht erleuchtet ist. Also ist der Guru der Eimer?


EMOTIONEN STEHEN DER ERLEUCHTUNG NICHT IM WEG, SIE SIND DER PFAD ZU IHR HIN UND DAS REALSTE, WAS DANACH BLEIBT

Moderne Lehrer, die Psychologie mit Spiritualität zu vereinen versuchen, sind mittlerweile dazu übergegangen, die Gefühle, die dem sogenannten puren Bewusstsein im Wege stehen, entweder „direkt zu treffen“ oder ihnen „akzeptierend zu begegnen“. Sie „neutral zu beobachten“, während man von ihnen geflutet wird. Ihnen „keinen Widerstand zu leisten“. Sie „anzunehmen, bis sie sich dann von selber auflösen“. Oder bis sie sich „verbrennen“. Und dann, dann kommt die Erleuchtung. Oder das Erwachen. Und dann bist du die Emotionen endlich los. Dann stehst du endlich über ihnen. Oder meta zu ihnen. Oder es gibt eben einfach kein Du mehr, das sich mit dem, was dann immer noch an Emotionen auftaucht, als „meine Emotionen“ identifiziert. Also waren Emotionen auch hier nur ein notwendiges Übel auf dem Weg zur finalen Erlösung.

Was aber, wenn der Sitz des Egos und des persönlichen Selbst nicht im Verstand, nicht im Geist, nicht im MentalKörper, nicht im `mind´ beheimatet ist, sondern im EmotionalKörper? Und was, wenn der EmotionalKörper stromaufwärts vom MentalKörper liegt? Was, wenn Emotionen nicht nur einen weiteren impermanenten Dualismus darstellen, sondern unsere Essenz bilden? Was, wenn es deine tiefste, heilige, bunte, saftige, lebendige, liebesvolle, leidenschaftliche Soulfulness ist, zu der du da meta gehst und dich krampfhaft und schmerzhaft von ihr ent-identifizierst, um endlich nicht mehr zu leiden? Was wäre, wenn wir in Essenz aus Emotionen gemacht sind? Die Göttliche Natur ist in Essenz Liebe; darin scheinen sich etliche spirituelle Lehrer einig zu sein. Liebe ist eine Emotion!! Kein Gedanke. Kein BewusstseinsZustand. Keine Energie. Liebe ist eine Emotion. Und wenn wir Kinder des Göttlichen sind, dann liegt es doch eigentlich ziemlich nahe, dass auch wir aus Emotionen bestehen! Aus ihnen gemacht sind. Sie unsere Quelle und Wurzel bilden, das Tiefste und Spirituellste, was wir jemals in uns finden werden. Emotionen sind der Webstoff unserer Seele. Sie sind das, was uns göttlich macht.

Und, mal ganz non-dual betrachtet: Es gibt keine guten versus schlechten Emotionen. Es sind einfach Emotionen! Es gibt stromaufwärts und stromabwärts gelegene Emotionen, ja. Es gibt geheilte EssenzEmotionen und verwundungs-basierte Emotionen, die auch tendenziell persönliche Probleme und ungesunde Handlungen nach sich ziehen können. Klar! Überall! Oder karussellartige GedankenMuster. Natürlich. Es können sich kilometer-dicke Knoten in unseren EmotionalKörpern bilden, um Schmerz und Angst abzuwehren. Grand Canyon-mäßige Schluchten und Abgründe in unseren Herzen können uns davon abhalten, in jedem Moment zu fühlen, dass wir aus Liebe gemacht sind. Selbstverständlich. Das ist der traurige Standard in unserer Welt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir aus Liebe, also aus Emotion, gemacht sind. Das heißt einfach nur, dass etliches im Weg steht, dies direkt zu erleben, zu fühlen und zu verkörpern.


WAS, WENN EINZIG UNSERE SEELENÄNGSTE UNS DABEI IM WEG STEHEN, ZU ERLEBEN, DASS WIR AUS LIEBE GEMACHT SIND?

Die emotio-spirituelle Lehre von InDivinalty, aus deren Perspektive dieser Artikel verfasst ist, betrachtet es so, dass vier wesentliche seelische UrÄngste uns davon abhalten, in jedem Moment des Seins direkt erleben, fühlen und verkörpern zu können, dass wir in Essenz aus Liebe bestehen. Bildlich gesprochen könnte man sagen, es sind die verwundungs-basierten Knoten in unserem EmotionalKörper; die Kontraktionen in unserem WillensKörper*; die vernebelnden Schleier in unserem VisionsKörper* und die dualisierenden Raster, Filter, Boxen und Konzepte in unserem MentalKörper welche uns davon abhalten, uns in jedem Moment des Seins als persönliche Verkörperung jener Liebe zu erkennen, aus der wir alle gemacht sind. Jene pure, unschuldige, wilde, bunte, stille Freude zu fühlen, die allem-was-ist zutiefst innewohnt und es durchströmt. Jenes klare, unverzerrte, prä-konditionierte Bewusstsein zu erleben, das alles-was-ist als das erkennt, was es wahrlich ist, nicht als das, wie wir es benennen oder wozu wir es benutzen.

In InDivinalty gehen wir grundsätzlich davon aus, das Menschen primär emotionaler, sekundär willensbasierter, tertiär visionär-mentaler und quartär physischer-handelnder Natur sind. Diese Aspekte stellen keine Dualismen dar, sondern eine aus dem Göttlichen heraus strömende Hierarchie. Einzig, weil wir bisher in einer Welt leben, die diese Hierarchie weder erkennt, noch unterstützt, entsteht menschliches Leiden. Sowohl Ursache als auch Ausdruck davon sind jene vier SeelenÄngste, die jeder Seele innewohnen, bis sie geheilt werden. Sie sind unschuldige Folge unserer SeelenGeburt.


DIE ANGST DAVOR, ALS FÜHLENDES INDIVIDUUM ZU EXISTIEREN

Im Kontext der Heilung der IndividualitätsAngst beschäftigen wir uns mit allen persönlichen, emotio- und psychodynamischen Themen und Traumata dieser und vergangener Inkarnationen. Hier geht es um die gefühlte Bewusstwerdung all unserer Strategien, AbwehrMechanismen, Widerstände und Anhaftungen an all die Dinge und Inhalte, an die wir uns so klammern, weil unsere Herzen auf die eine oder andere Weise hungrig geblieben sind.

Wir fühlen uns durch all diese „harten“ Schichten und Knoten hindurch bis wir zu den verwundeten, traumatisierten Emotionen tief im Unbewussten vordringen. Zu jenen prä-konditionierten, nackten Emotionen, die sich als blanke Verzweiflung, jähe Wut, herzzerreißender Schmerz, panische Angst, tiefe Hoffnungslosigkeit oder fundamentale Wertlosigkeit zeigen können. Diese Emotionen heilen, wenn sie bei einem anderen Menschen im Herzen landen können. Wenn du das Erleben hast, dass jemand mit dir durch deine ganz persönliche Hölle geht, durch die dunkelsten Kapitel und Abgründe, zu deinen finstersten Schatten, die alles andere als freundlich und sozial-kompatibel sind. Dann, wenn sich das Rohe nackt zeigt und in einem anderen rohen, ungeschützten Herzen landen kann, beginnt Heilung. Wenn du fühlen kannst, dass jemand anderes fühlt, was du fühlst und warum du so fühlst. Dann werden unsere hungrigen Herzen mit persönlicher Liebe genährt. Zusätzlich gibt es etliche geschlechtsspezifische Strategien, Verdrehungen und Wunden zu heilen.

Bei zunehmender Heilung dieser UrSeelenAngst kann dieser Prozess in der Erleuchtung des EmotionalKörpers und des PassionsKörpers münden. Die Erleuchtung des EmotionalKörpers bedeutet die wesentliche Heilung all unserer bewussten und unbewussten emotionalen Verwundungen, sowie die daraus resultierenden strategischen AbwehrMechanismen. Diese Form von Erleuchtung resultiert in einem tief verankerten Gefühl von persönlicher, individueller Gutheit im Wesenskern. Die Erleuchtung des PassionsKörpers bedeutet die Heilung all unserer geschlechts-spezifischen Themen und Wunden und resultiert in einem emotional-basiertem Zustand, in dem man SelbstLiebe und SelbstWert bezogen auf das jeweilige in dieser Inkarnation gewählte Geschlecht, fühlt.


DIE ANGST DAVOR, ALS INDIVIDUUM AUSLÖSCHBAR ZU SEIN

Die AuslöschungsAngst adressiert das, was das Gleichnis vom Fischernetz & Wasser beschreibt: Da wir mit unserem Verstand/mind nicht erfassen und beantworten können, wer wir sind, lebt in unserer Tiefe die Angst davor, nicht zu existieren. Bei zunehmender Heilung kann dieser Prozess in der Erleuchtung des MentalKörpers münden, was der klassischen zen-buddhistischen Erleuchtung entspricht. In InDivinalty ordnen wir dies allerdings nicht der tiefsten Realität zu; es macht lediglich ¼ der GesamtErleuchtung und -Heilung der Seele aus. Tragischerweise benutzen manche spirituell Suchende diesen Pfad als Flucht vor sich selbst und ihren menschlichen Emotionen; als Erlösung von persönlichem Leiden. Wir sortieren persönliches Leiden ausschließlich in das Dharma der IndividualitätsAngst; für persönliches Leiden braucht es persönliche Liebe, keine universelle Liebe oder gar Transzendenz. Die MentalkörperErleuchtung geht vor allem mit einer permanenten BewusstseinsVeränderung einher und hat mit Emotionen insofern gar nichts tun. Diese Erleuchtung macht die Welt nackter; sie löscht die Filter, Konzepte und Analysen des MentalKörpers, so dass es zwischen dem Erfahrenden und der Erfahrung keinen Unterschied mehr gibt.


DIE ANGST DAVOR, DASS DER EIGENE WILLE UND DER GÖTTLICHE WILLE EINANDER AUSSCHLIESSEN

Das Dharma der HingabeAngst ist mit unserem WillensKörper assoziiert und lebt fühlend in die Frage hinein, ob unser individueller, menschlicher Wille und unsere persönliche Macht im Widerspruch zu Gottes Wille und Macht stehen.

Viele spirituelle Wege bieten als Antwort dazu an, sich dem Willen Gottes unterzuordnen, zu ergeben, sich willenlos hinzugeben; mit dem Dao/Tao zu schwimmen, um sich Seinem Willen nicht in den Weg zu stellen. Was aber, wenn unser persönlich-menschlicher Wille mit all unseren menschlichen Wünschen nie das Problem war, sondern einzig die noch ungeheilten, unbewussten Emotionen eine Form von Willen erzeugen, die nicht in Ausrichtung mit unserer tiefsten spirituellen Essenz steht? Was, wenn unser Wille automatisch Schöpfers Willen entspricht, wenn unsere Emotionen geheilt sind?

Wenn wir primär emotionale Wesen und sekundär willens-basierte Wesen sind und unsere persönlichmenschlichen Emotionen so tief heilen, dass einzig eine gesunde Form von Liebe übrig bleibt, steht unser persönlich-menschlicher Wille ganz von selbst in direkter Ausrichtung mit der Liebe und mit dem Göttlichen, ohne dass wir jemals etwas unterdrücken, transzendieren oder überwinden müssten. Eine gesunde Form von Liebe ist weder co-abhängig*, noch universell*, noch bedingungslos, sondern zeigt sich in emotional reifer* Form so, dass sie sowohl in sich selbst gefühlt wird, als auch emotio-energetisch fühlbar zu einem Gegenüber transagiert werden kann, weil das eigene Herz roh, geheilt und dadurch ungeschützt genug ist, um sich nicht künstlich abgrenzen zu müssen.

Bei zunehmender Heilung dieser UrSeelenAngst kann es zur Erleuchtung des WillensKörpers kommen. Herkömmlich kann man dies am ehesten mit GottesRealisation vergleichen, aber es ist sehr viel mehr als das. Zum einen, weil es in jedem Moment mit dem PersönlichMenschlichen beginnt und im Göttlichen mündet, bis es schließlich kein „ich hier und Gott dort“ mehr gibt, sondern Du in Schöpfer aufgehst und Schöpfer durch dich du ist. Zum anderen, weil das scheinbare entweder-oder und jede Verdrehung hinsichtlich der natürlichen Hierarchie zwischen zwischen Liebe und Macht, Emotionen und Wille heilt.


DIE ANGST DAVOR, EIN BEDEUTUNGSLOSER MOLEKÜLHAUFEN ZU SEIN

Die Auragetische Angst zeigt sich in der Angst, von der eigentlichen SeelenHeimat abgespalten und dem physischen Universum ausgeliefert zu sein; keine Verbindung zur SeelenHeimat fühlen zu können und jenseits dieses einen Lebens auf der Erde keine Existenz und Heimat zu haben. Ein MolekülHaufen ohne tiefere, seelische Bedeutung zu sein. Dieser Zustand entspricht einer gefühlten Getrenntheit vom eigenen spirituellen Ursprung. Zu diesem Dharma gehören alle möglichen Themen des magischen Kosmos (PranaStrom, EnergieArbeit, Reinkarnation, feinstoffliche Dimensionen und Wesen u.ä.). In Abwesenheit eines natürlichen Zugangs zu diesen Aspekten entsteht in uns Menschen das Gefühl der Verlorenheit, Einsamkeit und Bedeutungslosigkeit, welches in der Panik mündet, dass es außerhalb dieses Lebens auf der Erde nichts anderes gibt und mit dem physischen Tod alles vorbei ist. Wieder andere (einige von jenen, die leichten Zugang in diese Welten haben) flüchten sich dorthin, um entweder dem irdischen Leben (1. UrSeelenAngst) und/oder der noch tieferen Angst davor, gar nicht zu existieren (2. UrSeelenAngst) zu entfliehen. Diese Flucht in magische Welten war es, was Gautama vor 2500 Jahren am Hinduismus kritisiert hat (mit Recht). Die Heilung der 4. UrSeelenAngst kann in der Erleuchtung des VisionsKörpers münden und letztendlich zu einem Erleben des sprichwörtlichen Himmels auf Erden führen.



EIN WIDERSPRUCHSFREIER PLATZ FÜR ALLES MENSCHLICH-SPIRITUELLE

Diese vier UrSeelenÄngste mit den dazugehörigen Dharmas bilden ein übergeordnetes emotio-spirituelles Bild, in dem alles Menschliche und Spirituelle seinen widerspruchsfreien Platz findet; kein Zustand muss jemals überwunden und transzendiert werden! Je tiefer wir uns durch diese spirituell-existentiellen Fragen hindurchfühlen, desto mehr können wir erleben und fühlen, dass wir in Essenz aus Liebe bestehen, all unsere SchutzMechanismen letztendlich aus Liebe bestehen und unser persönliches MenschSein, unser Selbst das Heiligste und Spirituellste an uns ist, weil es letztendlich, in seiner geheilten, essenzhaften Form Gott verkörpert.

Du musst erst ganz Jemand sein und du musst es lieben, dieser einzigartige Jemand zu sein; ganz in deiner einmaligen, bunten Individualität und regenbogenartigen Vielfalt erblühen, bevor die AulöschungsAngst davor, in deiner Individualität vernichtbar und auslöschbar zu sein, überhaupt voll in dir aufsteigen kann. Du musst deine eigene persönliche Macht und deinen Willen gesundet haben und genießen, darin aufgehen, hier auf Erden deine Wünsche gestalten, manifestieren und verkörpern wollen, bevor die Angst davor, dass dein Wille nicht Gottes Willen entsprechen könnte, aufsteigen kann. Du musst zunächst ganz in dieser Welt sein wollen, ganz Mensch sein, im Irdischen genussvoll gedeihen, bevor die Angst davor, dabei eventuell deinen spirituellen Ursprung, deine seelische Heimat zu verlieren oder aufzugeben, sich voll zeigen kann. Und dann, ganz am Ende der Reise, wenn alles zusammenkommt, wird endlich und erlösend fühlbar und verkörperbar, dass MenschSein und SpirituellSein noch nie ein Widerspruch war, sondern von unseren geheilten SeelenEssenzen aus ganz Mensch zu sein das Spirituellste überhaupt ist. Unsere Essenzen bestehen aus mannigfaltigen, individuellen Formen von Liebe. Und Liebe ist eine Emotion!



September 2016, Iona von der Werth

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